Begeisterung und ein Weltrekord bei EM-Premiere

Es war der stimmungsvolle Abschluss des zweiten Wettkampftages: Die neue Mixed-Staffel über 4 x 100 Meter Lagen hat bei der EM-Premiere auf der Langbahn in Berlin voll und ganz überzeugt.

| 20. August 2014 | AKTUELL

Mixed-Staffel | Die Mixed-Staffel aus Großbritannien freut sich über EM-Gold.

Die Mixed-Staffel aus Großbritannien freut sich über EM-Gold.

Foto >Daniel Kopatsch

"Die Staffel hat Spaß gemacht. Es ist etwas unübersichtlich aber ich finde es einen guten Wettkampf", sagte Deutschlands bester Brustschwimmer Marco Koch. Zusammen mit Jenny Mensing (Rücken), Alexandra Wenk (Schmetterling) und Steffen Deibler (Freistil) hatte der Darmstädter zuvor in einem begeisternden Finale den vierten Platz belegt.

4 x 100 m Lagen Mixed, Finale

Platz

Land

Zeit

1

Großbritannien

3:44,02 min (WR)

2

Niederlande

3:45,93 min

3

Russland

3:47,34 min

4

Deutschland

3:47,61 min

5

Italien

3:48,23 min

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Wie im Vorlauf am Morgen entwickelte sich ein interessantes Rennen, was vor allem daran lag, dass Frauen und Männer direkt gegeneinander schwimmen. Da die Männer auf der 100-Meter-Distanz rund fünf bis acht Sekunden schneller unterwegs sind, muss selbst ein relativ großer Rückstand noch nichts bedeuten.

Staffel | Alexandra Wenk, Marco Koch und Jenny Mensing bangen mit Schlussschwimmer Steffen Deibler.

Alexandra Wenk, Marco Koch und Jenny Mensing bangen mit Schlussschwimmer Steffen Deibler.

Foto >Daniel Kopatsch

So auch im Finale, als Schlussschwimmer Steffen Deibler gegen seine direkten Konkurrentinnen Francesca Halsall (Großbritannien), Femke Heemskerk (Niederlande) und Federica Pellegrini (Italien) rund 15 Meter aufholte. Dennoch fehlten am Ende 27 Hundertstel zu Bronze. Gold in der noch jungen Disziplin ging in neuer Weltrekordzeit an die Briten.

DSV-Quartett verbessert

Das deutsche Team war nach dem Vorlauf von Bundestrainer Henning Lambertz auf zwei Positionen umgestellt worden. Jedoch zahlte sich nur der Wechsel auf der Brustdistanz (Koch für Hendrik Feldwehr) aus, da Mensing, kurz nach ihrem verkorksten Endlauf über 200 Meter Rücken, auf ihrer Teilstrecke langsamer schwamm als Lisa Graf im Vorlauf. Insgesamt steigerte sich das DSV-Quartett am Abend dennoch um fast zwei Sekunden.

Dass es mit der Medaille nicht klappte, nahm zumindest Koch gelassen. "Meine Zeit unter einer Minute war gut. Wir haben unser Bestes geben, die anderen drei waren einfach besser, Das ist voll okay."

Vergleich Vorlauf und Endlauf, DSV-Team

Disziplin

Vorlauf

Zeit

Zeit

Endlauf

Rücken

Lisa Graf

1:01,06

1:01,87

Jenny Mensing

Brust

Hendrik Feldwehr

1:00,25

0:5914

Marco Koch

Schmett.

Alexandra Wenk

0:59,10

0:58,64

Alexandra Wenk

Freistil

Steffen Deibler

0:49,05

0:47,96

Steffen Deibler

Gesamt

3:49,46

3:47,61

Gesamt

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