200 m Freistil: Lochte und Biedermann eine Klasse für sich

Im ersten Finale der Kurzbahn-WM von Istanbul setze Ryan Lochte das erste Ausrufezeichen der Nach-Phelps-Ära: Über 200 Meter Freistil holte er in 1:41,92 Minuten den Titel. Lediglich Paul Biedermann konnte mit dem Amerikaner mithalten.

| 12. Dezember 2012 | AKTUELL

Paul Biedermann bei der Siegerehrung | Titel gut, alles gut? Paul Biedermann bei der Siegerehrung.

Titel gut, alles gut? Paul Biedermann bei der Siegerehrung.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Es war fast ein Start-Ziel-Sieg, mit dem Ryan Lochte in die Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Istanbul startete: Schon nach 50 Metern lag der Amerikaner an der Spitze, die er nicht mehr abgeben sollte. Zuvor hatte er schon auf dem Startblock seine Klasse unter Beweis gestellt: Bei der Reaktionszeit hatte er fast zwei Zehntel zwischen sich und seinen Herausforderer Paul Biedermann aus Halle gelegt.

Biedermann, dessen Stärke eher in den packenden Positionskämpfen gegen Ende der Rennen liegt, holte Bahn für Bahn auf: Nach der Hälfte der Distanz lag er auf Platz fünf, nach 150 Metern an zweiter Stelle, nur noch 68 Hundertstel hinter dem enteilten Lochte. Die letzten 50 Meter kraulte Biedermann zwar in 25,19 Sekunden so schnell wie kein anderer, für den Weltmeistertitel sollte es jedoch nicht mehr reichen: Ryan Lochte schlug nach 1:41,92 Minuten 15 Hundertstel vor Biedermann an. Der Mainzer Dimitry Colupaev wurde Achter.

Weitere Ereignisse des Abends

Die Litauische Olympiasiegerin Ruta Meilutyte schwamm über 50 Meter Brust wie erwartet als Schnellste ins Finale. In 29,51 Sekundenschnappte sich die 15-Jährige den Europarekord von Janne Schäfer (29,55 Sekunden).

Über 100 Meter Rücken rutschte Christian Diener als Achter in 51,06 Sekunden so gerade noch in den morgigen Endlauf, Schnellster war der Russe Stanislav Donets in 49,98 Sekunden.

Über 200 Meter Schmetterling holte sich die Ungarin Katinka Hosszu in 2:02,20 Minuten den Titel in neuer Europarekordzeit. Wenig später schwamm sie über 400 Meter Lagen zu Bronze, der Sieg ging an die Britin Hannah Miley (4:23,14 Minuten).

Marco Koch verpasste im Halbfinale über 100 Meter Brust den Einzug in die Runde der letzten Acht um acht Hundertstel.

Einen zweiten Weltmeistertitel feierte Ryan Lochte zusammen mit Anthony Ervin, James Feigen und Matthew Grevers im US-Quartett über 4 x 100 Meter Freistil vor den Italiener und den Australiern. Auch über 4 x 200 Meter Freistil der Frauen siegten die USA vor Russland und China.