16 Monate Sperre für Doppel-Weltmeisterin Julia Efimova

Die russische Brustschwimmerin Julia Efimova ist vom Schwimm-Weltverband FINA wegen eines Dopingvergehens mit einer Sperre von 16 Monaten belegt worden. Bei der WM 2015 in Kazan ist die 22-Jährige damit startberechtigt.

| 13. Mai 2014 | AKTUELL

Yuliya Efimova | Yuliya Efimova (Russland) 50 Meter Brust der Frauen Finale

Yuliya Efimova (Russland) 50 Meter Brust der Frauen Finale

Foto >Daniel Kopatsch

Sie hat es genommen, aber ohne Absicht. So lautet kurz und knapp das seit Tagen erwartete FINA-Urteil im Doping-Fall Efimova, das der Weltverband fast gleichzeitig mit dem Start der russischen Meisterschaften verkündete. Demnach wurde der 22-Jährigen bei einer Trainingskontrolle in Los Angeles die Einnahme des Steroids DHEA nachgewiesen. Alle Resultate der Schwimmerin seit dem 31. Oktober 2013, dem Tag der Kontrolle, werden annulliert. Dazu zählen unter anderem vier Goldmedaillen bei der Kurzbahn-EM 2013 in Herning.

Die Mitglieder des FINA-Doping-Ausschusses warfen Efimova „Nachlässigkeit“ vor, jedoch keinen gewollten Dopingmissbrauch. Beim Strafmaß orientierten sie sich an früheren, ähnlich gelagerten Fällen, in denen Athleten jeweils Sperren zwischen 12 und 21 Monaten erhielten, berichtet swimvortex.com. Nach Angaben der Website hatte sich Efimova beim Kauf eines Nahrungsergänzungsmittel auf die Angaben eines Verkäufers verlassen und nicht auf die Inhaltsangaben geachtet.

Anfechten werde Efimova das Urteil wahrscheinlich nicht. „Ich werde wohl nicht in Berufung gehen. Das kostet Energie, Zeit und vor allem Geld“, sagte sie dem Bericht nach der Agentur TASS: „Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe. Das Wichtigste ist jetzt, mit der Vorbereitung auf die WM in Kazan und Olympischen Spiele in Rio zu beginnen.“

Die Doppel-Weltmeisterin von Barcelona darf ab dem 1. März 2015 wieder bei Wettkämpfen starten. Die WM 2015 in Kazan beginnt am 17. Juli.