Überraschung in Berlin: Van Rouwendaal holt Titel über 10 km

Die Niederländerin Sharon van Rouwendaal hat bei den Schwimm-Europameisterschaften in Berlin überraschend die erste Goldmedaille gewonnen. Die 20-Jährige siegte am Eröffnungstag im Freiwaser über 10 Kilometer.

| 13. August 2014 | AKTUELL

130814KOP014 | Sharon van Rouwendaal siegt über 10 km bei EM 2014.

Sharon van Rouwendaal siegt über 10 km bei EM 2014.

Foto >Daniel Kopatsch

Auf der Regatta-Strecke in Berlin-Grünau setzte sich van Rouwendaal mit dem stärksten Finish durch. In 1:56:06 Stunden siegte sie vor Eva Risztov aus Ungarn und der Italienerin Aurora Ponsele‘.  Es ist die erste internationale Medaille im Freiwasserschwimmen für van Rouwendaal. Die Eindhovenerin galt bislang als ausgemachte Beckenschwimmerin. Bei der WM 2011 gewann sie Bronze über 200 Meter Rücken, zudem holte sie mehrere Medaillen bei Kurzbahn-Europameisterschaften.

10 km, Frauen

Platz

Name

Zeit

1

Sharon van Rouwendaal (Niederl.)

1:56:06,9 Std.

2

Eva Risztov (Ungarn)

  • 1,1 s

3

Aurora Ponsele' (Italien)

  • 1,5 s

...

13

Angela Maurer (Mainz)

  • 4:33,5 min

14

Finnia Wunram (Magdeburg)

  • 4:34,3 min

17

Svenja Zihsler (Würzburg)

  • 4:41,6 min
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Die drei deutschen Starterinnen Angela Maurer, Finnia Wunram und Svenja Zihsler hatten mit der Medaillen-Entscheidung nichts zu tun. Am besten mithalten konnte noch Ex-Weltmeisterin Maurer, die nach der ersten von vier Runden als Zehnte noch in Schlagdistanz lag. Jedoch fiel die 39 Jahre alte Mainzerin danach zurück, zur Halbzeit betrug ihr Rückstand auf die Spitze bereits über eine Minute.

Das Ziel erreichte Maurer als 13, rund viereinhalb Minuten nach van Rouwendaal. Knapp dahinter folgten Wunram und Zihsler auf den Rängen 14 und 17. Die für Polen startende Elmshornerin Natalie Charlos schwamm lange Zeit aussichtsreich in der Spitzengruppe mit, gab das Rennen aber auf der Schlussrunde auf.

Sharon van Rouwendaal | Sharon van Rouwendaal (links) holte bei der WM 2011 Bronze über 200 Meter Rücken.

Sharon van Rouwendaal (links) holte bei der WM 2011 Bronze über 200 Meter Rücken.

Foto >Silke Insel / spomedis

Italienerin Ponsele' attackiert

Mit taktischen Spielereien hielten sich die Freiwasserschwimmerinnen nicht lange auf. Schon früh sorgte Ponsele‘ mit einer Tempoverschärfung für Bewegung im Feld. Bis zur 1.250-Meter-Marke schwamm die 22-Jährige 20 Sekunden Vorsprung auf das langgezogene Hauptfeld der Favoritinnen heraus, die durch den Antritt gezwungen wurden, ebenfalls aufs Tempo zu drücken.

Mit Ponsele‘ noch immer an der Spitze ging schließlich eine elfköpfige Spitzengruppe auf die letzte Runde. Im Schlussspurt hatte van Rouwendaal am meisten zuzusetzen.