Nadine Reichert schwimmt aufs Podium

Langstreckenschwimmerin Nadine Reichert hat beim zweiten Rennen des FINA-10-km-Weltcups im argentinischen Viedma den dritten Platz belegt. Angela Maurer verpasste den Sprung auf das Siegertreppchen knapp.

| 6. Februar 2012 | AKTUELL

Nadine Reichert | Nadine Reichert wird bei der Freiwasser-EM für den DSV über 10 Kilometer an den Start gehen.

Nadine Reichert wird bei der Freiwasser-EM für den DSV über 10 Kilometer an den Start gehen.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Nach Platz vier beim ersten Rennen des diesjährigen FINA-10-km-Weltcups sicherte sich Nadine Reichert am Samstag in Viedma (ARG) nach 2:02:21,0 Stunden die Trophäe für Platz drei. Schneller als die Mainzerin war in dem 24 Frauen starken Feld nur das US-Duo Eva Fabian (2:02:08,0 Stunden) und Haley Anderson (2:02:14,0 Stunden).

Angela Maurer, Gewinnerin der Weltcup-Gesamtwertung 2011, kam 1,8 Sekunden hinter Reichert auf Platz fünf.

Schrecksekunde in der Strömung

"Ich habe versucht, mich gut im Feld zu platzieren", sagte Reichert gegenüber der Allgemeinen Zeitung Mainz. Doch rund einen Kilometer vor dem Ziel kam es zur Schrecksekunde: Die 27-Jährige verhakte sich mit einer Kanadierin. "Ich konnte kaum weiter schwimmen. Die extrem starke Strömung hat mich dabei so weit abgetrieben, dass ich danach ein 20 Meter großes Loch zur führenden Schwimmerin hatte." Dennoch schwamm Reichert anschließend mit einem starken Endspurt von Platz fünf auf Platz drei – und an ihrer Teamkollegin Angela Maurer vorbei. Die beiden DSV-Teamkolleginnen führen nun punktgleich die Weltcup-Gesamtwertung an.

 

"Das war ein erfreulicher Saisonauftakt", war auch Bundestrainer Stefan Lurz zufrieden. "Angi und Nadine sind schon jetzt in guter Form."

Rang sechs für Christian Reichert

Bei den Männern belegte Christian Reichert, Gesamtzweiter des Vorjahres und Ehemann von Nadine Reichert, in 1:45:41,0 Stunden Platz sechs. Olympia-Qualifikant Andreas Waschburger aus Saarbrücken wurde Neunter (1:55,47:0 Stunden). Schnellster war der Grieche Spyridon Gianniotis (1:55:29,0 Stunden), der auch bereits das Auftaktrennen im brasilianischen Santos für sich entschieden hatte.

Thomas Lurz plant Start in Israel

Das nächste von insgesamt acht Weltcup-Rennen findet am 1. April im israelischen Eilat statt. Dort will auch Thomas Lurz in das Geschehen eingreifen. Der Vorjahres-Gesamtsieger hatte zu Gunsten seiner Olympia-Vorbereitung auf die ersten beiden Stationen verzichtet.