Mit Linksdrall zum Sieg in Loch Lomond

Er konnte das größte Freiwasserschwimmen in Schottland gewinnen. Warum Alexander Studzinski dabei zugute kam, dass er nicht geradeaus schwimmen kam, erzählt er in seinem neuesten Blog.

| 28. August 2013 | AKTUELL

Studzi_Schottland | Alexander Studzinski

Alexander Studzinski

Foto >privat

Hallo liebe Leser,

die Wochen nach den langen Wettkämpfen in Kanada habe ich mich erholt und nur an einigen kleineren Rennen teilgenommen. Gleich nach meiner Rückkehr ging es nach Altwarmbüchen zum „6. Outdoorschwimmen“. Der erste Wettkampf wurde über 2,5 Kilometer ausgetragen und am Tag danach standen die fünf Kilometer auf dem Plan. Ich konnte beide Rennen recht leicht gewinnen – sie waren aber auch nur als Trainingswettkampf geplant. Aber es hat mir dort viel Spaß gemacht.

1.900 begeisterte Schwimmer

Letztes Wochenende ging es dann nach Glasgow in Schottland. Dort fand im Loch Lomond der „British Gas Great Scottish Swim“ statt. Wie ihr bestimmt bereits wisst, ist die „Great Swim"-Serie Europas größte Schwimmveranstaltung im Freiwasser. Diesmal waren ca. 1.900 begeisterte Schwimmer mit dabei. Es konnte dabei zwischen drei Distanzen ausgewählt werde. 0,5 Meilen, 1 Meile und 2 Meilen. Für uns ging es wie gewohnt über eine Meile. Mein Rennen fing ganz gemächlich an, nur einige Beckenschwimmer haben am Anfang ziemlich reingeprügelt, aber das hat sich zum Glück nach ca. 200 Metern gelegt ...

Linksdrall

Nach etwa 400 Metern war das gesamte Feld, angeführt von Chad Ho (RSA) ziemlich weit rechts vom Kurs und ich bin dann allein weiter links geschwommen, aber nach ein weiteren paar 100 Metern war alles wieder ein großes Pack. Kurz vor der Hälfte habe ich mich dann neben Chad gesetzt und war nach der Hälfte der Strecke vorn. Chad ist dann wieder sehr weit rechts geschwommen und ich mal wieder links. Das liegt auch daran, dass ich ungewollt immer einen Linksdrall habe und nicht wirklich geradeaus schwimmen kann.

Bei diesem Kurs war das allerdings kein Nachteil, da die Runde gegen den Uhrzeigersinn geschwommen wurde. Da ich es bei bestem Willen nicht auf einen Schlusssprint ankommen lassen wollte, da ich dafür einfach zu langsam bin, habe ich ab etwa 1.000 Metern einfach angefangen, etwas Gas zu geben und gehofft, dass es reichen wird. Am Ende war ich dann eine Körperlänge vor Chad im Ziel und konnte das Rennen nach 16:46,99 Minuten gewinnen. Chad wurde Zweiter in 16:48,55 und mein Teamkollege Christian Reichert ganz knapp Dritter in 16:48,92 Minuten.

Nun geht es zum Saisonabschluss für mich nächste Woche wieder mal nach Kroatien. Ich freue mich schon sehr auf den Wettkampf dort. Ich werde Euch dann von dort berichten.

Euer Studzi