Lurz mit Wut im Bauch nach Argentinien: "Das war unfair"

Mit gehöriger Wut im Bauch wird Freiwasserschwimmer Thomas Lurz am Sonntag die zweite Station im 10-Kilometer-Weltcup in Angriff nehmen. Nach der „unfairen“ Disqualifikation beim ersten Rennen in Brasilien steht der Würzburger in Viedma (Argentinien) unter Zugzwang.

| 31. Januar 2013 | AKTUELL

Thomas Lurz Hamburg | Thomas Lurz

Thomas Lurz

Foto >Sonja Schleutker-Franke / spomedis

Wegen der Schwimm-Weltmeisterschaft im Juli wird Lurz wahrscheinlich nur fünf der acht Weltcuprennen bestreiten. Die Disqualifikation zum Auftakt schmerzt daher besonders. „Mir fehlt ein komplettes Rennen. Das ist auch schade für die Gesamtwertung“, sagte der Welt-Freiwasserschwimmer von 2011.

Eine offizielle Erklärung hat Lurz nach dem Ausschluss in Santos nicht erhalten. „Ich verstehe mein Disqualifikation nicht. Deswegen bin ich auch so verärgert. Das war unfair. Ich habe keinen anderen Schwimmer berührt oder behindert. Ich habe mich nicht am Boot oder sonst wo festgehalten“, erklärte der mehrfache Weltmeister gegen über swim.de. Zum Zeitpunkt seiner Disqualifikation, etwa 1,8 Kilometer vor dem Ziel, sei das Tempo für so eine Aktion bereits viel zu hoch gewesen, so der 33-Jährige.

Laut Medienberichten soll Lurz von einem einheimischen Schiedsrichter die Rote Karte gezeigt bekommen haben, weil er den sogenannten Feedingstick berührt habe, mit dem den Schwimmern während des Rennens Getränke gereicht werden. Der Athlet sieht das anders: „Den Feedingstick zu berühren ist kein Regelbruch. Diese Regel gibt es nicht. Wie soll man sonst den Becher rausnehmen?“

Laut offiziellem Reglement des Weltschwimmverbands FINA dürfen die die Schwimmer weder ein Boot noch sonstige fixierten Dinge berühren. Der Feedingstick findet in den Statuten keine Erwähnung.