Keine deutschen Schwimmer über 25 Kilometer?

Geht das Freiwasserrennen über 25 Kilometer bei der EM in Berlin ohne deutsche Beteiligung über die Bühne? Beim einzigen Qualifikationswettkampf in Italien verpassten alle DSV-Athleten die vom Verband geforderten Normzeiten von 5:15 Stunden (Männer) und 5:37:30 Stunden (Frauen).

| 25. Juni 2014 | AKTUELL

Alexander Studzinski | Alexander Studzinski schwimmt im Grand Prix bis zu 88 Kilometer

Alexander Studzinski schwimmt im Grand Prix bis zu 88 Kilometer

Foto >privat

Bei den Männern versuchten sich Hendrik Rijkens, Alexander Studzinski und der deutsche Meister Benjamin Konschak im Braccianosee nördlich von Rom an der geforderten Zeit. Zwar behauptete sich Rijkens einige Zeit in der Spitzengruppe, gab dann aber ebenso wie Konschak vorzeitig auf. Studzinski konnte bei einer Tempoverschärfung nicht mehr mithalten und verlor auf den letzten Runden an Boden. Das Ziel erreichte er schließlich in 5:29:14 Stunden als Vierter. Sieger und italienischer Meister wurde Mario Sanzullo.

Ergebnis, 25 km, Männer

PlatzNameZeit

1

Mario Sanzuello (Italien)

5:24:06,0 Std.

2

Valerio Cleri (Italien)

5:24:09,7 Std.

3

Edoardo Stochino (Italien)

5:24:11,4 Std.

4

Alexander Studzinski (Wiesbaden)

5:29:14,8 Std.

Benjamin Konschak (Waiblingen)

DNF

Hendrik Rijkens (Magdeburg)

DNF

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Im Rennen der Frauen hielt Ines Hahn aus Würzburg am längsten mit der Spitze mit. Während die Waiblingerin Lena Kirchner das Rennen aufgeben musste, erreichte Hahn als Achte das Ziel. In 5:57:21 Stunden verpasste sie die Norm jedoch deutlich. Schnellste war Martina Grimaldi aus Italien.

Ergebnisse, 25 km, Frauen

PlatzNameZeit

1

Martina Grimaldi (Italien)

5:43:10,5 Std.

2

Ilaria Ramondi (Italien)

5:45:09,2 Std.

3

Fabiana Lamberti (Italien)

5:45:50,1 Std.

...

8

Ines Hahn (Würzburg)

5:57:21,9 Std.

Lena Kirchner (Waiblingen)

DNF

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Lurz oder Maurer?

Geht es nach den offiziellen Richtlinien kommen für das EM-Rennen jetzt nur noch Thomas Lurz und Angela Maurer in Frage. Beide sind durch ihre Podestplatzierungen bei der letzten WM über diese Strecke vornominiert. Ob die Athleten einen Start aber überhaupt in Erwägung ziehen, ist noch nicht sicher. Vor allem Lurz war trotz WM-Gold in Barcelona noch nicht überzeugt von dieser Strecke. Der Rekord-Weltmeister sagte nach dem Rennen: "Zwischendurch war ich mir todsicher, dass ich das nie wieder schwimmen würde. Das ist so lang. Ich hab gedacht, ich dreh' durch.“