Gericht bestätigt Sperre nach Prügelattacke

Freiwasserschwimmen, gerade im Triathlon, ist ein Sport, bei dem sich Körperkontakt oft nicht vermeiden lässt. Was der Britte Harry Wiltshire bei der Triathlon-EM 2011 zeigte, war aber nicht mehr mit dem Regelwerk vereinbar - wie der internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne nun bestätigte.

| 9. Januar 2012 | AKTUELL

Schwimmen im Triathlon | Triathlon

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Foto >Frank Wechsel / spomedis

Der Spanier Javier Gomez war der hohe Favorit der Triathlon-Europameisterschaften 2011 in Pontevedra, der Heimatstadt des zweifachen Weltmeisters. Seine größten Konkurrenten: die Brownlee-Brüder Alistair und Jonathan aus Großbritannien. Wohl kaum zum Favoritenkreis zählte der das gleiche Trikot tragende Harry Wiltshire.

Doch der hatte es bereits auf der Schwimmstrecke auf den Lokalmatadoren abgesehen: Mit hohem Energieeinsatz drängte Wiltshire den Spanier aus der Spitzengruppe hinaus, schnitt ihm beim Schwimmausstieg den Weg ab. Europameister wurde Alistair Brownlee vor seinem Bruder Jonathan. Favorit Gomez finishte entnervt auf Platz 40. Und Wiltshire wurde disqualifiziert.

Gericht: Sechs Monate Sperre angemessen

Und nicht nur das: Das Präsidium des Triathlon-Weltverbands ITU sperrte Wiltshire unter Enthaltung der britischen und spanischen Mitglieder für sechs Monate. Wiltshire legte Beschwerde vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne ein - und unterlag. Wie die ITU nun mitteilte, bestätigte das CAS das unsportliche Verhalten Wiltshires, hielt die Sperre aufrecht und verurteilte den Briten zur Zahlung der Prozesskosten von 2.500 Franken.