Duell mit Oussama Mellouli in Kroatien

Beim Faros-Schwimm-Marathon in Kroatien feierte swim-Blogger Alexander Studzinski seinen Saisonabschluss. Und zum Feiern war dem 30-Jährigen sicherlich zumute, denn schließlich schlägt man nicht jeden Tag einen Olympiasieger.

| 2. September 2013 | AKTUELL

Studzi_Mallorca1 | Alexander Studzinsiki Mallorca

Alexander Studzinsiki Mallorca

Foto >privat

Duell mit Oussama Mellouli in Kroatien

Hallo liebe Leser,

gleich nach dem Wettkampf letzte Woche in Schottland ging es nach Kroatien. Hier standen 16 Kilometer an. Das war also knapp das zehnfache vom letzten Wochenende. Der Wettkampf gefällt mir sehr gut, so dass ich schon zum achten Mal hier bin.

Der Kurs ist eigentlich recht simpel: acht Kilometer aus der Bucht vor Stari-Grad heraus, um eine Wendeboje und schnurstracks zurück in die Stadt. Unterwegs gibt es keinerlei Markierungspunkte, mit Ausnahme von drei Bojen, als quasi Richtungsbojen im Meer. Aber die ignoriere ich schon aus Gewohnheit.

Prominenter Teilnehmer

Der wohl prominenteste Teilnehmer des Wettkampfs war der Tunesier Oussama Mellouli, Olympiasieger aus London 2012 über zehn Kilometer. Außerdem war auch noch der Sieger des Freiwasserrennens der Universiade, der Italiener Matteo Furlan, mit dabei. Alles in allem ein ganz nettes Starterfeld für diesen Wettkampf.

Das Rennen begann ruhig. Nach ca. 45 Minuten hat dann Oussama das erste Mal ein wenig das Tempo angezogen und schon hat es die ganze Gruppe, ich würde schon sagen, zerfetzt. Der kann wirklich gut schwimmen. Seine Technik ist sehr schön anzuschauen!

Prämie an der Wendeboje

Bis zur Wendeboje passierte dann nicht wirklich viel. Kurz vorher wurde es noch einmal hektisch, da es eine kleine Prämie für den Ersten an der Wendeboje gab. Die holte sich, wie sollte es auch anders sein, Ous recht locker ab.

Der Rückweg war dann schon etwas flotter, da der Italiener es nun wissen wollte. Allerdings kam er nicht wirklich weit vom Feld weg und brach dann seinen Ausreißversuch recht bald wieder ab. Nach etwa zwei Stunden habe ich mich dann entschlossen, ein wenig Tempo zu machen, da ich es unter keinen Umständen auf einen Schlussspurt ankommen lassen wollte. Denn da habe ich gegen die Jungs keine Chance. Also bin ich etwas weiter links von der Gruppe geschwommen und habe mein Glück in der Flucht gesucht. Es ist mir niemand gefolgt, also habe ich einfach mal reingedroschen.