Die Aufpasser werden 100

Open-Water -Events, gerade im Meer, bedürfen einer besonders intensiven Absicherung für die Schwimmer. Hier treten oft die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf den Plan.

| 16. April 2013 | AKTUELL

DLRG | DLRG bei der Freiwasser-DM 2011 in Rostock.

DLRG bei der Freiwasser-DM 2011 in Rostock.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Ein Gastbeitrag von Andreas Kleesiek (DLRG Augustdorf)

Am 28. Juli 1912, einem sehr sonnigen Sonntag, brach gegen 19 Uhr die Anlegestelle am Brückenkopf der Seebrücke in Binz auf Rügen nach einer Kollision mit einem Ausflugsdampfer. 70 bis 80 Menschen stürzten ins Wasser und 16 Personen, darunter zwei Kinder, ertranken in der Ostsee. Dieses Ereignis führte zur Gründung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft am 15. Oktober 1913. Bis zum Ende des Jahres gab es 435 Mitglieder, heute ist die Gesellschaft mit 1,1 Millionen Mitgliedern die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt.

Grundaufgaben der DLRG sind die Schwimmausbildung, die Aufklärung über Gefahren am und im Wasser, sowie der Wasserrettungsdienst. Zudem sind die Mitglieder in örtlichen Rettungsdiensten und im Katastrophenschutz aktiv. Aber auch der sportliche Aspekt, der Rettungsschwimmsport, kommt nicht zu kurz. Von der Bezirksebene, über die Landesverbände bis zur Deutschen Meisterschaft - im Rettungsschwimmen werden Vergleichswettkämpfe in Bädern wie auch im Freiwasser ausgetragen. In Einzel- und Gruppendisziplinen wird nach internationalen Regeln schwimmerisches Können und der Umgang mit Hilfsmitteln wie Flossen oder Gurtretter verglichen. Außerdem werden mit Puppen verschiedene Rettungsszenarien nachgestellt und schwimmerisch gelöst.

Eigene Freiwasser-Events

Gleichzeitig gibt DLRG-Ortsgruppen, die selbst Freiwasser-Events organisieren. Hierzu gehören zum Beispiel die Ortsgruppe Bad Honnef mit ihrem Rheinschwimmen, die OG Soest mit dem Hans-Fahrenkopf-Schwimmen im Möhnesee oder das Warnowswimmen der Rostocker DLRG. Zu den bekanntesten Salzwasser-Schwimmen gehören das Förde-Crossing der DLRG Glücksburg und das ehemalige Nordseeschwimmen der Ortsgruppe Esen, das jetzt als Norderneyer Inselschwimmen durch die örtliche Gliederung weitergeführt wird.

Bruno Dobelmann | Bei seiner Belt-Querung wurde Bruno Dobelmann von der DLRG begleitet.

Bei seiner Belt-Querung wurde Bruno Dobelmann von der DLRG begleitet.

Foto >Tom Nyfeler / Doppel-Solo-Beltquerung by WoW-Art

Auch für die Absicherung einzelner Abenteuer-Schwimmer stehen die Rettungsschwimmer zu Verfügung. Ein Beispiel hierfür ist die Ortsgruppe Augustdorf. Sie sicherte Bruno Dobelmann im Sommer 2011 ab, als er bei der doppelten Beltquerung (Puttgarden – Rødby/DK - Puttgarden) Rekord schwamm.