Bruno Dobelmann meistert den Kältetest

Test bestanden: Bruno Dobelmann hat acht Stunden Dauerschwimmen für die Kaltwasserbescheinigung des Weltrekord-Projekts „Bodensee-Längsquerung“ erfolgreich hinter sich gebracht. Bei einer durchschnittlichen Wassertemperatur von knapp 15 Grad legte der 53-jährige Extremschwimmer im unbeheizten 100-Meter-Becken des Schorndorfer Oskar-Frech-Seebads eine Distanz von 20 Kilometern zurück.

| 6. Mai 2012 | AKTUELL

Bruno_Kältetest1 | Bruno Dobelmann Kältetest

Bruno Dobelmann Kältetest

Foto >www.wow-art.de / Oliver Halder

Bereits Anfang April hatte Dobelmann versucht, die Kaltwasserbescheinigung zu bekommen. Damals bei einem testschwimmen am Orignalschauplatz des Weltrekordversuchs - dem Bodensee kurz vor Lindau. Nach sechs Stunden beendete der Untertürkheimer allerdings das Unterfangen. Schneeregen, Wellen und letztendlich auch eine Wassertemperatur von rund 10 Grad hatten ihm das Leben schwer gemacht.

Im Naturbad war das Wasser nun nicht nur 5 Grad wärmer, sondern Petrus zeigte sich auch gnädig. „Der große Nachteil zum Bodensee wiederum war, dass Bruno 200 Mal wenden musste, was dann selbst auf einer 100-Meter-Bahn irgendwann sehr eintönig wird“, erzählt Oliver Halder, Veranstalter der Bodenseequerung.

Bruno Dobelmanns Kältetest | Geschafft: Nach mehr als acht Stunden steigt Bruno Dobelmann aus dem unbeheizten Freibad.

Geschafft: Nach mehr als acht Stunden steigt Bruno Dobelmann aus dem unbeheizten Freibad.

Foto >www.wow-art.de / Oliver Halder

Und warum ist die Kaltwasser-Tauglichkeitsbescheinigung so wichtig? „Diese Bescheinigung soll aufzeigen, dass die Querung an sich, noch viel mehr erfordert. Wer bei einer solchen Bescheinigung bereits an die Leistungsgrenzen stößt, sollte sich ernsthaft überlegen, den Startplatz besser zurückzugeben. Unser Ziel ist nicht, möglichst viele Schwimmerinnen und Schwimmer auf dem Bodensee zu begleiten, um dann abzubrechen, sondern möglichst viele erfolgreiche Querungen zu ermöglichen“, sagt Halder, selbst begeisterter Langstreckenschwimmer.

Dobelmann jedenfalls sieht dem 21. Mai – der Tag, an dem er das Weltrekord-Projekt starten will – optimistisch entgegen: „Wenn ich nur zu 99 Prozent davon überzeugt wäre, könnte ich gleich zu Hause bleiben!“

Video von Dobelmanns Kältetest im Januar