Alexander Studzinski: "Vom Start weg reinhauen"

Alexander Studzinski wird am Wochenende gleich bei zwei Wettkämpfen an den Start gehen: bei den Hessischen Freiwassermeisterschaften in Großkrotzenburg und als Staffelschwimmer beim Ironman 70.3 Germany in Wiesbaden. Der Formtest soll dem 28-Jährigen zeigen, wo er nach seiner Verletzungspause in der Vorbereitung auf den FINA Open Water Grand Prix 2012 steht. Dabei hat er eine klare Devise: vom Start weg reinhauen.

| 11. August 2011 | AKTUELL

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Studzi

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Hallo liebe Leser,

die letzten zwei Wochen gingen recht schnell rum. Ich bin jeweils über 70 Kilometer pro Woche geschwommen, und das mit einigen harten Serien. Die Serienlänge ist noch nicht sehr hoch. Meistens sind es Drei- bis Fünf-Kilometer-Serien, zum Beispiel 6 x 600 Meter Kraul oder 3.000 Meter Kraul oder 12 x  200 Meter plus 24 x 100 Meter Kraul.

Die Intensitäten sind dabei recht hoch. Meistens bin ich kurz vor der Hälfte ziemlich durch mit mir und der Welt, aber es klappt dann doch irgendwie anzukommen ohne wegzubrechen. Die Zeiten kommen nun auch wieder an "alte Zeiten" heran, so dass mir das Training im Moment doch Spaß macht.

Das war leider in den ersten paar Wochen nicht so der Fall. Es ist doch sehr frustrierend, wenn man schon nach 500 Metern total kaputt ist und zudem die Zeiten so langsam sind, dass man am liebsten wieder nach Hause gehen will.

Hessische Freiwassermeisterschaften

Jetzt am Wochenende habe ich meine ersten beiden Wettkämpfe seit der Verletzungspause. Ich schwimme am Samstag bei den hessischen Freiwassermeisterschaften die fünf  Kilometer. Eigentlich ein kurzes Ding, nur nach der Pause bin ich wirklich gespannt wie ich durch komme und ab wann es hart wird beziehungsweise ab wann ich fest laufe. Ich werde wohl einfach mal vom Start weg reinhauen und schauen was so geht. Der Kurs ist, wie immer, ein 1,25 Kilometer langer Rundkurs. Die Streckenlänge passt eigentlich auch ziemlich gut, so dass ich nicht zu viel schwimme.

Ich hatte auch schon Wettkämpfe, wo die Abmessung der Runde nicht wirklich gestimmt hat, zum Beispiel bei den Europameisterschaften 2004 in Madrid. Die Spanier sind sozusagen die "Vermessungsweltmeister". Es gab damals einen Fünf-Kilometer-Rundkurs. Die fünf Kilometer haben gepasst, da die Strecke in etwas so aufgebaut war: 500 Meter rauschwimmen, dann eine Vier-Kilometer-Runde und 500 Meter reinschwimmen.

Nur Ihr könnt Euch denken, was bei den 10 Kilometern passiert ist. Da gab es nach der ersten Runde dieses "Rein – und Rausschwimmen" nicht, also war die Strecke um circa einen Kilometer zu kurz. Das Ganze summierte sich dann bei den 25 Kilometern auf, und so kamen wir am Ende auf eine Schwimmzeit von circa 4:18 Stunden (normal ist knapp über fünf Stunden).

Ironman 70.3 Germany in Wiesbaden

Am Sonntag werde ich beim Ironman 70.3 Germany in Wiesbaden mit einer Staffel am Start sein. Ich schwimme (was auch sonst, denn zum Rest wäre ich nicht zu gebrauchen), Clemens Coenen fährt die 90 Kilometer Rad (er war bester Age-Grouper 2010 in Hawaii) und Jan Korbmacher wird den Halbmarathon laufen (er war Stadtmeister beim Mainz-Marathon in 2:47 Stunden). Also alles in allem eine gute Staffel. Ich bin gespannt, welchen Platz wir erreichen werden.

So, nächste Woche werde ich euch über die Wettkämpfe berichten

Studzi