Alexander Studzinski: Klotzen in Großkrotzenburg

Bei der Open-Water-DM in Großkrotzenburg ging es für Alexander Studzinski vor allem um die Qualizeit für die EM. Die Zeit reichte und ganz "nebenbei" gewann er auch das Rennen über 25 Kilometer. Doch der Sieg war hart erarbeitet, wie er in seinem neuesten Blog berichtet.

| 4. Juli 2012 | AKTUELL

Studzenski Großkrotzenburg | Studzi in Großkrotzenburg

Studzi in Großkrotzenburg

Foto >privat

Hallo liebe Leser,

letztes Wochenende fanden die Deutschen Freiwassermeisterschaften in Großkrotzenburg statt. Ich hatte eigentlich geplant, über 10 und 25 Kilometer zu starten, habe mich aber kurzfristig entschieden, die 10 Kilometer abzumelden.

Am Sonntag stand nun die längste bei Deutschen Meisterschaften zu schwimmende Strecke auf dem Programm. Es ging über 20 Runden à 1,25 Kilometer durch einen kleinen See in Großkrotzenburg. Das Wasser war zum Glück schön warm und bis auf ein wenig Regen war der Tag auch ganz in Ordnung.

Unter 5:20 Stunden

Ich bin vom Start an vorn geschwommen, da ich um die Qualifikation zur Europameisterschaft unter 5:20 Stunden bleiben musste. Die ersten fünf Runden hab ich dann auch drei bis vier Leute mitgeschleppt, was mir dann aber zu viel wurde und so habe ich in der sechsten Runde ein schönes Loch gerissen und war von da an allein unterwegs.

Hinter mir waren dann ein Israeli und mein Vereinskollege Sergej Bauer. Die beiden haben gut zusammengearbeitet und sich alle halbe Runde mit der Führungsarbeit abgewechselt. So kam es, dass ich zwischenzeitlich nur etwa 400 Meter Vorsprung hatte. Leider bin ich das Ganze zu flott angegangen und das hat mich dann ab Runde zwölf auch mein Körper spüren lassen.

Dann war der Ofen total aus

Die Zwischenzeiten wurden sehr, sehr langsam und ab Runde 16 war dann der Ofen total aus. Ich bin nur noch durch den See getrieben. Zum Glück konnte ich nach 5:15:55 Stunden noch mit knapp drei Minuten Vorsprung gewinnen. Normalerweise würde ich auch so ein Rennen ruhiger und langsamer angehen, aber die Zeitvorgabe macht das leider nicht möglich und so kann ich mich nicht auf andere verlassen.

Am Ende bleibt zu sagen, dass ich unter der Qualifikationszeit für die EM geblieben bin und dass ich ziemlich tot nach dem Rennen war. So war das zwar alles nicht geplant, aber unterm Strich war es in Ordnung. Mein Vereinskollege Sergej hat die Qualifikationszeit um nur 23 Sekunden verpasst. Jetzt hoffe ich, dass er eventuell trotzdem mitgenommen wird, was aber nicht sehr wahrscheinlich ist.

Jetzt geht es wieder zurück ins Training, damit ich für die nächsten Grand-Prix-Wettkämpfe in Kanada noch etwas in Form komme.

Euer Studzi