Alexander Studzinski: Bibbern im Lake Tahoe

swim-Blogger Alexander Studzinski hat in der vergangenen Woche ein Staffelrennen im Lake Tahoe in den USA bestritten. Herausfordernd dabei war nicht die Strecke von 16 Kilometern, sondern vor allem die Wassertemperatur – bei 16 Grad und ohne Neoprenanzug …

| 25. Juli 2012 | AKTUELL

STudzi_Lake Tahoe | Alexander Studzinski (dritter von rechts) mit seinen Staffelkollegen am Lake Tahoe.

Alexander Studzinski (dritter von rechts) mit seinen Staffelkollegen am Lake Tahoe.

Foto >privat

Hallo liebe Leser,

für mich ging es letzte Woche nach San Francisco und von da aus weiter zum Lake Tahoe. Der befindet sich an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada. Auf dem Programm stand wieder eine schöne Staffel mit meinen Freunden aus Australien. Es war fast die gleiche Staffel wie im letzten Jahr in Maui.

16 Kilometer quer über den See

Der Wettkampf ging über knapp 16 Kilometer quer über den Lake Tahoe. Die Staffel bestand aus sechs Personen, die jeweils 30 Minuten schwimmen mussten. Falls die Strecke bis zum letzten Schwimmer nicht bewältigt worden sein sollte, muss jeder nochmal für 15 Minuten ins Wasser.

Was den Wettkampf so einzigartig macht ist, neben der wunderschönen Natur, dass der See auf 2.100 Metern Höhe liegt und selten wärmer als 16 Grad wird. Wir sind am Tag vor dem Rennen das erste Mal in den See gesprungen. Was ich in diesem Moment gedacht habe, kann ich hier nicht schreiben. Es war auf jeden Fall sehr, sehr kalt.

Bitterkalt

Im Nachhinein habe ich mir sagen lassen, dass es an diesem Tag knappe 14 Grad waren. Bitterkalt. Und der Wettkampf fand natürlich ohne Neoprenanzug statt. Wir durften nur Jammer tragen (also die kurzen Hosen, die auch die Beckenschwimmer tragen).

Am Wettkampftag ging es dann per Boot zum Start. Ich schwamm an vierter Position und hatte doch ein wenig Angst vor der Wassertemperatur. Doch wir hatten Glück an diesem Tag. Irgendwie hat sich der See doch auf „angenehme“ 17 Grad erwärmt, so dass das Schwimmen kein wirkliches Problem war. Nach 3:13 Stunden und guten 7 Minuten unter dem Streckenrekord konnte meine Staffel das Rennen recht locker gewinnen.

10-Kilometer-Weltcup

Nun bin ich momentan in Kanada, um am Donnerstag den 10-Kilometer-Weltcup und am Samstag den nächsten langen Grand-Prix über 32 Kilometer zu schwimmen. Leider ist auch hier der See ziemlich kalt, so dass das lange Rennen sehr hart werden dürfte. Zu allen Überfluss ist die erste Stunde auch noch deutlich kälter als der Rest der Strecke, denn es wird in einem Zufluss zum See gestartet.
Nun gut, ich werde berichten, wie ich mich geschlagen habe.

Euer Studzi