5 km: Finnia Wunram siegt, aber verpasst WM-Richtzeit

Finnia Wunram ist neue deutsche Freiwassermeisterin über 5 Kilometer. Bei den Titelkämpfen in Lindau am Bodensee setzte sich die Magdeburgerin im Zielspurt gegen Titelverteidigerin Patricia Wartenberg durch.

| 27. Juni 2015 | AKTUELL

Finnia Wunram | Finnia Wunram bei der DM Freiwasser 2015.

Finnia Wunram bei der DM Freiwasser 2015.

Foto >Peter Jacob / spomedis

In 1:02:44 Stunden hatte Wunram im Ziel neun Sekunden Vorsprung auf die Hannoveranerin Wartenberg. Bronze sicherte sich Svenja Zihsler. Das Trio hatte sich nach der zweiten Runde abgesetzt und am Ende über eine Minute herausgeschwommen. "Ich bin sehr zufrieden mit diesen Meisterschaften. Optimaler hätte es nicht laufen können", sagte die Siegerin, die bereits über die doppelte Distanz Gold gewonnen hatte. "Meine Taktik ging voll auf. Ich wollte Patricia hinterherschwimmen und hinten raus zulegen."

5 km, Frauen

Platz

Name

Zeit

1

Finnia Wunram (Magdeburg)

1:02:35,72 Std.

2

Patricia Wartenberg (Hannover)

1:02:44,51 Std.

3

Svenja Zihsler (Würzburg)

1:02:54,62 Std.

4

Sarah Bosslet (Saarland)

1:04:08,21 Std.

5

Luisa Jahn (Chemnitz)

1:04:10,38 Std.

6

Jeanette Spiwoks (Essen)

1:04:30,28 Std.

Swipe me

Trotz ihres beherzten Rennens scheiterten Wunram und Wartenberg an der Richtzeit des DSV für die Weltmeisterschaften in Kasan und müssen nun auf die Gunst der DSV-Verantwortlichen hoffen. Die beiden Topfavoritinnen und ihre Mischwimmerinnen hatten arg mit den schwierigen Bedingungen zu kämpfen, denn während des Rennens frischte der Wind immer stärker auf und sorgte für äußerst unruhiges Wasser. "Es war sehr anstrengend", sagte Wartenberg, die sich ordentlich durchgeschüttelt fühlte, im Ziel. "Auf den letzten beiden Runden wurden die Wellen immer stärker. Ich bin im Kopf noch gar nicht angekommen."

Finnia Wunram | Das Podest über 5 km: Patricia Wartenberg, Finnia Wunram und Svenja Zihsler (von links).

Das Podest über 5 km: Patricia Wartenberg, Finnia Wunram und Svenja Zihsler (von links).

Foto >Peter Jacob / spomedis

Hinter der ersten Boje des Dreieckskurs blies der Wind den Athletinnen mehrere Hundert Meter lang frontal entgegen. Schnell wurde klar, dass die vom Verband für die WM aufgestellte Richtzeit von 59 Minute und 30 Sekunden heute nicht zu schaffen ist. Das sah auch Freiwasser-Bundestrainer Stefan Lurz so. "Heute musste man ganz schön knautschen. Die Zeiten sind für mich nicht relevant."

Dabei hatte der Tag wettertechnisch gut gestartet. War der See morgens noch etwas unruhig, legte sich dies pünktlich zum ersten Start um 10.00 Uhr. Die ersten Schwimmerinnen, größtenteils ältere Masters und Athletinnen der Jahrgänge 2000 und 2001, fanden einen spiegelglatten Bodensee vor (Bildergalerie). Auch die Wassertemperatur lag mit 19,7 Grad etwas über den Werten der vergangenen Tage. Insgesamt gingen über 200 Sportlerinnen auf die Strecke.

Patricia Wartenberg | Vor dem Start: Patricia Wartenberg.

Vor dem Start: Patricia Wartenberg.

Foto >Peter Jacob / spomedis