Mads Glaesner bekommt WM-Gold zurück

Der Däne Mads Glaesner darf seinen WM-Titel von 2012 über 1.500 Meter Freistil trotz eines positiven Dopingtests zwei Tage vor dem Rennen behalten. Das entschied der Internationale Sportgerichtshof CAS. Der Weltschwimmverband FINA folgte dem Urteil umgehend.

| 5. Februar 2014 | AKTUELL

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Stillleben Weltcup Berlin 2012

Foto >Silke Insel / spomedis

Glaesner war am 14. Dezember nach dem Finale über 400 Meter Freistil, bei dem er als Dritter anschlug, positiv auf Metamphetamine getestet worden. Zwei Tage später gewann er Gold über 1.500 Meter Freistil, ein erneuter Dopingtest fiel diesmal negativ aus.

Die FINA annullierte beide Ergebnisse nach Bekanntwerden der Analyseergebnisse und sperrte Glaesner für drei Monate. Der CAS revidierte nun diese Entscheidung und ordnete an, dass lediglich das Resultat vom 14. Dezember gestrichen werden müsse. Damit verliert der inzwischen 25-Jährige zwar weiterhin die Bronzemedaille über 400 Meter, bekommt den WM-Titel über 1.500 Meter aber zurück.

Falsch etikettiert

Der CAS folgte der Erklärung Glaesners, der den positiven Test mit einem umetikettierten Nasenspray begründete. Er habe versehentlich ein US-amerikanisches Produkt verwendet, das mit dem dänischen Etikett derselben Marke versehen war. Während die normalerweise von ihm verwendete dänische Variante unbedenklich ist, enthält die amerikanische die verbotene Substanz.

Die FINA setzte das CAS-Urteil umgehend um und verkündete in einer Pressemitteilung die folgenden Finalresultate für die beiden Rennen in Istanbul:

400 Meter Freistil

Rang

Name

Zeit

1

Paul Biedermann (GER)

3:39.15 Min.

2

Yun Hao (CHN)

3:39.48 Min.

3

Matthew Stanley (NZL)

3:41.01 Min.

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1.500 Meter Freistil

Rang

Name

Zeit

1

Mads Glaesner (DEN)

14:30.01 Min.

2

Gregorio Paltrinieri (ITA)

14:31.13 Min.

3

Pal Joensen (FAR)

14:36.93 Min.

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