Wunram und Beck qualifizieren sich für Olympia

Medaille verpasst, aber das begehrte Olympia-Ticket gesichert: Finnia Wunram und Leonie Beck sind im 10-Kilometer-Rennen der WM in Südkorea in die Top Ten geschwommen.

| 14. Juli 2019 | AKTUELL

Finnia Wunram jubelt nach dem Rennen mit ihrem Trainer Bernd Berkhahn über die geglückte Quali.

Finnia Wunram jubelt nach dem Rennen mit ihrem Trainer Bernd Berkhahn über die geglückte Quali.

Foto >Jo Kleindl

Zwei deutsche Schwimmerinnen werden im kommenden Jahr beim olympischen Freiwasserrennen an den Start gehen. Als Achte und Neunte der WM in Südkorea qualifizierten sich Finnia Wunram und Leonie Beck am Sonntag direkt für Tokio 2020. Das Rennen über 10 Kilometer gewann im Zielsprint überraschend die Chinesin Xin Xin. Hier gibt es die Bilder vom Rennen.

WM 2019, 10 km | Frauen

Platz

Name

Zeit

1

Xin Xin (China)

1:54:47,2

2

Haley Anderson (USA)

+0,9

3

Rachele Bruni (Italien)

+2,7

4

Lara Grangeon (Frankreich)

+2,8

5

Ana Marcela Cunha (Brasilien)

+3,3

6

Ashley Twichell (USA)

+3,3

7

Kareena Lee (Australien)

+3,3

8

Finnia Wunram (Magdeburg)

+3,5

9

Leonie Beck (Würzburg)

+3,8

10

Sharon van Rouwendaal (Niederlande)

+3,9

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Spektakuläres Finish

Im künstlichen See von Yeosu entwickelte sich ein spannendes Rennen mit einem spektakulären Zielspurt. Über ein Dutzend Schwimmerinnen hielten nach der Umrundung der letzten Boje teilweise nebeneinander auf die Zielmatte zu. Dabei setzte sich Xin Xin mit den größten Reserven durch. Die 22-Jährige hatte sich fünf von sechs Runden zurückgehalten und war zeitweise über 30 Sekunden hinter der Spitze geschwommen. Auf den letzten Metern schwamm sie allen davon und gewann nach 1:54:47,2 Stunden Gold. Platz zwei sicherte sich London-Olympiasiegerin Haley Anderson aus den USA mit 0,9 Sekunden Rückstand. Bronze gewann Rachele Bruni aus Italien.

Leonie Beck schwimmt auf Platz neun.

Leonie Beck schwimmt auf Platz neun.

Foto >Jo Kleindl

Im Feld der 64 gestarteten Athletinnen hielt sich die Magdeburgerin Finnia Wunram von Beginn an in der Führungsgruppe. An keinen Messpunkt fiel die 23-Jährige hinter den siebten Platz zurück, am Ende fehlten ihr als Achte nur 0,8 Sekunden zur zweiten WM-Medaille nach ihrem dritten Platz über 5 Kilometer vor vier Jahren. Leonie Beck aus Würzburg schwamm etwas zurückhaltender und arbeitete sich am Ende noch unter die besten zehn, was gleichbedeutend mit der direkten Olympia-Qualifikation ist. Anders als vor drei Jahren, als in Rio lediglich Isabelle Härle beim olympischen 10-Kilometer-Rennen antreten durfte, wird das DSV-Team in Tokio diesmal doppelt vertreten sein.