Wellbrock knackt WM-Norm - Koch bei "Swim&Fun Days" vorn

Am vergangenen Wochenende pflügten die Schwimmer gleich in zwei deutschen Städten um die Wette. In Halle wurden WM-Normzeiten gejagt, während in Essen zahlreiche Rekorde purzelten.

| 25. März 2019 | AKTUELL

Bereits im Februar sicherte sich Florian Wellbrock seinen WM-Startplatz über 10 Kilometer Freiwasser. Nun hat sich der Bremer auch für das Becken qualifiziert. (Archivbild)

Bereits im Februar sicherte sich Florian Wellbrock seinen WM-Startplatz über 10 Kilometer Freiwasser. Nun hat sich der Bremer auch für das Becken qualifiziert. (Archivbild)

Foto >Peter Jacob / spomedis

Eine Chance, sich für die Weltmeisterschaften 2019 in Gwnagju zu qualifizieren, bekamen die deutschen Schwimmer am vergangenen Wochenende beim 19. Internationalen Schwimmfest in Halle. Diese Chance wurde von einem Schwimmer auch gleich zu Beginn des Wettkampfes genutzt. Europameister Florian Wellbrock hatte keine Probleme die WM-Norm von 14:59,00 Minuten über 1.500 Meter Freistil zu unterbieten. Im Gegenteil. Der Magdeburger sorgte in 14:49,62 Minuten für die bisher schnellste Zeit des Jahres und steht vier Monate vor Beginn der Titelkämpfe in Südkorea auf Platz eins der Weltrangliste.

Nur knapp an der Norm vorbei schrammte Laura Riedemann über 100 Meter Rücken. Die 20-Jährige vom SV Halle schwamm 1:00,16 Minuten und verfehlte die geforderten 1:00,00 Minuten damit hauchdünn. Einen schönen Erfolg verbuchte ihre vier Jahre jüngere Schwester Lena Riedemann. Sie absolvierte die 100 Meter Rücken in 1:02,95 Minuten und qualifizierte sich für Junioren-EM in Kasan Anfang Juli. Franziska Hentke, Alexandra Wenk und Sarah Köhler nutzten die Veranstaltung in Halle als Formtest. Sie starten ihren Angriff auf die WM-Normzeiten in den kommenden Wochen. Der Qualifizierungszeitaum läuft noch bis Ende April.

Sechs Meetingrekorde in Essen

Die "Swim&Fun Days" in Essen standen zwar nicht auf der Liste der "Fina approved" Wettkämpfe für die WM-Qualifikation. Trotzdem waren einige deutsche Top-Schwimmer dabei - und mit insgesamt sechs Veranstaltungsrekorden durchaus erfolgreich. Giulia Goerigk stellte den ersten Meetingrekord des Wochenendes auf. Sie schwamm 400 Meter Lagen in 4:49,11 Minuten und qualifizierte sich somit gleichzeitig für die Junioren-EM.

Besonders stark waren die Schwimmer aus Neckarsulm, sie stellten gleich drei der sechs Rekorde auf. Fabian Schwingenschlögl schwamm in 27,68 Sekunden einen neuen Veranstaltungsrekord über 50 Meter Brust. Den bisherigen Rekord über 200 Meter Rücken knackte Nadine Laemmler mit einer Zeit von 2:12,90 Minuten. Annika Bruhn machte den Sieg über 100 Meter Freistil in 55,20 Sekunden perfekt und erzielte außerdem die punktbeste Leistung der Damen bei den "Swim&Fun Days". Für die SG Frankfurt kamen zwei weitere Rekorde hinzu. Reva Foos, die in der Gesamtwertung auf dem zweiten Platz landete, konnte bei den 400 Metern Freistil mit 4:12,80 Minuten einen Meetingrekord aufstellen, während Marco Koch in 2:12,07 Minuten seine 2014 selbst aufgestellte Veranstaltungsbestzeit über 200 Meter Brust unterbot.