USA mit nächstem Weltrekord - DSV-Quartett verbessert

Es war das erwartete Hin und Her: In einem sehenswerten Mixedrennen sind die US-Athleten erneut Weltrekord geschwommen. Die Deutschen zeigten sich verbessert.

| 26. Juli 2017 | AKTUELL

Die US-Schwimmer feiern ihren Sieg in neuer Weltrekordzeit.

Die US-Schwimmer feiern ihren Sieg in neuer Weltrekordzeit.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

Die Mixedstaffel hat sich erneut als echte Bereicherung des WM-Programms erwiesen und wird 2020 völlig zurecht in Tokio das erste Mal auf olympischer Bühne ausgetragen werden. In Budapest entwickelte sich im Finale über 4 x 100 Meter Lagen Mixed ein äußerst facettenreiches Rennen, in dem die Platzierungen ständig wechselten. Hauptgrund dafür sind die unterschiedlichen Aufstellungsvarianten der Teams, die jeweils zwei Männer und Frauen in beliebiger Reihenfolge starten lassen können. Dadurch ergeben sich immer wieder Situationen, in denen scheinbar abgeschlagene Mannschaften kräftig aufholen und andere verlieren.

Im WM-Finale von Budapest lagen die favorisierten US-Amerikaner zur Halbzeit satte fünf Sekunden hinter den Chinesen und Russen, die jedoch mit zwei Männern gestartet waren, während die USA nach Matt Grevers Lilly King auf die Brustdistanz schickten. Caeleb Dressel verwandelte den Rückstand über Schmetterling in einen Vorsprung, den Freistilschwimmerin Simone Manuel locker nach Hause schwamm. In 3:38,56 Minuten verbesserten die USA ihren erst im Vorlauf aufgestellten Weltrekord um fast zwei Sekunden. Dass sie dabei ihr Quartett komplett austauschten, demonstriert einmal mehr die Stärke des US-Teams im Schwimmsport.

Deutschland auf Platz sieben

Hinter den neuen Weltmeistern gewann Australien Silber. Bronze holten zeitgleich Kanada und China. Die Briten konnten ihren WM-Titel von Kasan auch mit ihrem Star Adam Peaty nicht verteidigen und wurden Fünfter. In 3:41,56 Minuten schwammen sie immerhin Europarekord.

Das deutsche Team mit Lisa Graf, Marco Koch, Aliena Schmidtke und Damian Wierling steigerte sich auf allen vier Positionen und insgesamt um 1,6 Sekunden. Schlussschwimmer Wierling fing auf den letzten Metern noch die Italienerin Federica Pellegrini ab.

Auch wenn sie nicht so aussehen, können die deutschen Schwimmer mit ihrer Leistung zufrieden sein.

Auch wenn sie nicht so aussehen, können die deutschen Schwimmer mit ihrer Leistung zufrieden sein.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis