Steffen Deibler verliert Kurzbahn-Weltrekord an Nicholas Santos

Fast neun Jahre lang hielt Steffen Deiblers Kurzbahn-Weltrekord über 50 Meter Schmetterling. Nun unterbot der Brasilianer Nicholas Santos die Marke des Hamburgers um 0,05 Sekunden.

| 8. Oktober 2018 | AKTUELL

Steffen Deibler ist seinen Weltrekord von 2009 über 50 Meter Schmetterling los.

Steffen Deibler ist seinen Weltrekord von 2009 über 50 Meter Schmetterling los.

Foto >Daniel Kopatsch / spomedis

In 21,80 Sekunden war Deibler die 50 Meter am 14. November 2009 in Berlin geschmettert. Der 38-jährige Santos schlug am Wochenende beim Weltcup in Budapest bereits nach 21,75 Sekunden an und verwies damit Olympiasieger Chad le Clos auf Rang zwei. Marco Koch (200 m Brust Kurzbahn) und Paul Biedermann (200 und 400 m Freistil Langbahn, 200 m Freistil Kurzbahn) sind damit zurzeit die beiden einzigen deutschen Weltrekordhalter im Schwimmen. Bei den Frauen steht derzeit keine Deutsche ganz oben im Ranking.

Santos' Rekord war nicht die einzige Bestmarke, die in Budapest fiel. Auch die Chinesin Jianjiahe Wang und Alia Atkinson aus Jamaica schwammen Weltrekorde. Die erst 16 Jahre alte Wang verbesserte über 400 Meter Freistil in 3:53,97 Minuten den fünf Jahre alten Rekord von Mireia Belmonte (3:54,52 min). Atkinson war in 28,56 Sekunden über 50 Meter Brust 0,08 Sekunden schneller als bei ihrem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2016. Bereits vor einer Woche hatte Vladimir Morozow in Eindhoven für den ersten Weltrekord des diesjährigen Weltcups gesorgt. Über 100 Meter Lagen blieb er in 50,26 Sekunden knapp unter seiner bisherigen Marke von 50,30 Sekunden. In Budapest gewann der Russe das Rennen in 50,32 Sekunden.

Das DSV-Team war in Budapest mit Marie Pietruschka, Alexander Kunert, Poul Zellmann und David Thomasberger am Start. Aufs Podest schafften es die Deutschen nicht. Am dichtesten dran war der Essener Zellmann, der über 400 Meter Freistil Vierter wurde.

Der Weltcup wird vom 2. bis 4. November in Peking fortgesetzt.