Schwimmstars im Pech

Gleich zwei Schwimmstars wurden am Samstag Opfer ihrer starken Teamkollegen. Sowohl Laszlo Cseh als auch Vladimir Morozow schieden trotz Topleistungen aus.

| 4. August 2018 | AKTUELL

Laszlo Cseh wird seinen Titel über 200 Meter Schmetterling nicht verteidigen.

Laszlo Cseh wird seinen Titel über 200 Meter Schmetterling nicht verteidigen.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Vier Athleten eines Verbandes dürfen im Vorlauf starten, ins Halbfinale kommen aber nur zwei: So lautet seit Jahren die Regel bei Schwimm-Europameisterschaften. In Glasgow führte das dazu, dass die Schwimmstars Laszlo Cseh und Vladimir Morozow trotz starker Zeiten ausschieden. Ihre Teamkollegen waren einfach noch schneller.

Den Ungar Cseh traf es über 200 Meter Schmetterling. Der Titelverteidiger schwamm in 1:55,91 Minuten die fünftschnellste Zeit aller Teilnehmer. Pech nur, dass Csehs Team über diese Strecke extrem stark aufgestellt sind. Kristof Milak (1:54,17 min) und Tamas Kenderesi (1:54,91 min) schnappten sich als Vorlaufschnellste die beiden Halbfinalplätze. Mit Bence Biczo war sogar noch ein Ungar schneller als Cseh. Er schied trotz drittschnellster Zeit (1:55,86 min) ebenfalls aus. Der einzige deutsche Teilnehmer, Ramon Klenz, ist nach seinen 1:57,91 Minuten dagegen weiter dabei.

Über 100 Meter Freistil ereilte Vladimir Morozow ein ähnliches Schicksal wie Cseh. Auch der russische Sprinter fand sich nach dem Rennen auf Rang fünf wieder. Fürs Halbfinale reichte es trotz schnellen 48,75 Sekunden für den Kurzbahn-Welt- und Europameister trotzdem nicht, weil Morozows Teamkollegen Vladislav Grinev (48,38 s) und Danila Izotov (48,57 s) noch etwas schneller waren.