Weltklasseschwimmer Kenneth To stirbt nach Trainingseinheit

Der Hongkonger Spitzenschwimmer Kenneth To ist am Montag nach einer Trainingseinheit in Florida gestorben. Der 26-Jährige hatte zunächst über Unwohlsein geklagt und war in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Dort verstarb der WM-Zweite von 2013.

| 20. März 2019 | AKTUELL

Mit Kenneth To verliert die Schwimmwelt ein Vorbild für junge Schwimmerinnen und Schwimmer.

Mit Kenneth To verliert die Schwimmwelt ein Vorbild für junge Schwimmerinnen und Schwimmer.

Foto >Silke Insel / spomedis

Schwimmstar Kenneth To ist am Montag im Alter von 26 Jahren überraschend gestorben. Medienberichten zufolge fühlte sich der Athlet während einer Trainingseinheit in Gainesville (Florida) unwohl, woraufhin er in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Dort verstarb To. Die genaue Todesursache ist noch unklar. To absolvierte in den USA ein dreimonatiges Trainingslager.

To kam 1992 in Hongkong zur Welt, wuchs aber in Sydney auf. Nach seinen acht Medaillen bei den Olympischen Jugendspielen 2010 schwamm der Freistil- und Lagenspezialist mehrere Jahre für die australische Nationalmannschaft. 2012 entschied er die Gesamtwertung im Kurzbahn-Weltcup für sich und ließ dabei Topstars wie Chad le Clos oder Laslo Cseh hinter sich. Ein Jahr später gewann To Staffelsilber bei der WM in Barcelona. Er ist aktuell australischer Rekordhalter über 100 und 200 Meter Lagen auf der Kurzbahn.

Seit 2017 startete To international für sein Geburtsland Hongkong, für das er in dieser Zeit mehr als ein Dutzend Landesrekorde aufstellte. 2020 wollte er erstmals an Olympischen teilnehmen.

Viele seiner ehemaligen Teamkameraden nehmen Anteil an Tos Tod, indem sie Bilder auf Instagram posteten. Trainingskollege Ryan Lochte schrieb: "Die Welt hat einen unglaublichen Menschen verloren. Er war nicht nur ein erbitterter Konkurrent, er war vor allem ein wirklich guter Mensch. Ich werde dich vermissen, Buddy." Auch Chinas Olympiasieger Sun Yang drückte seine Gefühle für To aus. "Deine Liebe und deine Leidenschaft fürs Schwimmen werden immer in unseren Herzen sein. Möge es im Himmel keine Schmerzen geben. RIP."