Olympiaschwimmer im Vereins-Einsatz

Für die DMS bieten die Schwimmvereine Jahr für Jahr das Beste auf, was die Mitgliederlisten hergeben. Auch ehemalige Olympiateilnehmer sorgten für wertvolle Punkte.

| 9. Februar 2018 | AKTUELL

Petra Dallmann jubelt 2004 in Athen über Staffelbronze.

Petra Dallmann jubelt 2004 in Athen über Staffelbronze.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Für Deutschlands Schwimmvereine ist der Deutsche Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS) einer der wichtigsten Wettkämpfe des Jahres. Klar, dass im Kampf der Clubs jeder Schwimmer aufgeboten wird, der gute Punkte bringt. Und wer einen ehemaligen, noch immer halbwegs fitten Olympiateilnehmer in seinen Reihen weiß, tut gut daran, diesen zu einem Start zu überzeugen. Denn die alten Hasen erzielen mit ein paar Wochen Training oft noch Zeiten, von denen Hobbyschwimmer nur träumen können. Wer die Ergebnislisten sorgfältig studiert, staunt und wundert sich des Öfteren: "Ach der!" oder "Die schwimmt also auch noch?"

In der 1. Bundesliga verhalf Petra Dallmann dem SV Nikar Heidelberg mit ihren Leistungen auf den Bronzerang. Die Staffel-Dritte über 4 x 200 Meter Freistil bei den Olympischen Spielen in Athen war über 50 und 100 Meter Freistil am Start. In 26,28 und 57,61 Sekunden zeigte die 39-Jährige, dass sie trotz mehrjähriger Wettkampf-Abstinenz immer noch richtig schnell schwimmen kann. Sogar Deutscher Mannschaftsmeister wurde in Essen Lukasz Wojt. Der Würzburger, 2008 für Polen bei den Spielen in Peking am Start, kam über 200 Meter Lagen (2:02,48 min) und 400 Meter Lagen (4:19,64 min) sowie 200 Meter Rücken (2:00,32 min) zum Einsatz. 

Erinnern Sie sich noch an Heiko Hell, der in Sydney überraschend ins Olympiafinale über 1.500 Meter Freistil schwamm und dort Achter wurde? Nun tauchte der 37 Jahre alte Zahnarzt plötzlich in der 2. Bundesliga Nord auf. In Hamburg absolvierte er für das Swim Team Elmshorn drei für einen Sportler seines Kalibers ungewöhnlich kurze Einsätze über 50 Meter Freistil (25,01 s), 100 Meter Freistil (54,60 s) und 100 Meter Rücken (1:02,23 min).

Ebenfalls in Hamburg schwamm Stefan Herbst, dreimaliger Olympiafinalist mit deutschen Staffeln 2000 und 2004. Für die SG HT16 Hamburg schwamm der frühere Leipziger starke Zeiten über 200 Meter Freistil (1:57,15 min), 200 Meter Brust (2:31,01 min) und 200 Meter Rücken (2:05,80 min) und 200 Meter Schmetterling (2:16,13 min). Funfact am Rande: Gleich zweimal musste sich Herbst seinem schnellen Neffen Ramon Klenz geschlagen geben.

Die laut Wikipedia 86-fache finnische Meisterin Hanna-Maria Seppälä ging in der 2. Bundesliga Süd an den Start. Die Weltmeisterin über 100 Meter Freistil von 2003 und mehrfache Olympiateilnehmerin holte über 50 (25,64 s), 100 (55,18 s) und 200 Meter Freistil (2:02,38 min) sowie 200 Meter Lagen (2:21,27 min) reichlich Punkte für die SG Regio Freiburg.