Heidtmann, Wierling und Zellmann unter Druck

Beim Swim Cup in Den Haag konnten sich keine weiteren DSV-Schwimmer für die WM in Südkorea qualifizieren. Bis zum Ende der Qualifizierungsperiode bleibt nicht mehr viel Zeit.

| 9. April 2019 | AKTUELL

Ob Jacob Heidtmann bei den Weltmeisterschaften in Gwangju dabei sein wird, steht noch aus. Bisher konnte er sich nicht qualifizieren. (Archivbild)

Ob Jacob Heidtmann bei den Weltmeisterschaften in Gwangju dabei sein wird, steht noch aus. Bisher konnte er sich nicht qualifizieren. (Archivbild)

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

Etwas mehr hatte sich Jacob Heidtmannn bei seinen vier Starts in Den Haag schon ausgerechnet. 50,47 Sekunden über 100 Meter Freistil und 1:48,85 Minuten über 200 Meter Freistil standen für den Elmshorner bei dem stark besetzten Meeting in den Niederlanden am Ende zu Buche. "Nicht die Resultate, die ich mir erhofft hatte", kommentierte der 24-Jährige auf Instagram. "Aber es bleibt noch eine Woche Tapern bis Stockholm."

Um seine eigentliche Paradestrecke, die 400 Meter Lagen, machte der Staffel-Europameister in Den Haag noch einen Bogen. Während die 100 Meter Freistil für Heidtmann eher ein Testrennen war, gilt er über die 200-Meter-Distanz mindestens als Kandidat für die deutschen WM-Staffeln. Mit seiner Zeit steht er aktuell auf Platz vier der deutschen Bestenliste. Alexander Kunert (1:47,93 min), Poul Zellmann (1:48,47 min in Den Haag) und Clemens Rapp (1:48,70 min) waren bisher schneller. Für Heidtmann wird es nun von Freitag an ernst. Dann will der WM-Finalist von 2015 bei den Swim Open in Stockholm die WM-Quali perfekt machen.  
 

 

Angriff in Stockholm

Ebenfalls ohne WM-Normen blieben in Den Haag Heidtmanns Nationalmannschaftkollegen Damian Wierling und Poul Zellmann. Der Essener Sprinter Wierling landete in 49,78 Sekunden (Normzeit: 48,50 s) über 100 Meter Freistil auf dem fünften Platz. Zellmann, ebenfalls aus Essen, schlug über 400 Meter Freistil nach 3:51,10 Minuten (Normzeit: 3:46,40 min) an und sorgte damit immerhin für einen Meetingrekord. Über 200 Meter Freistil musste er sich dem Niederländer Kyle Stolk geschlagen geben und landete mit 1:48,47 Minuten auf dem zweiten Platz. Ebenfalls für einen Veranstaltungsrekord sorgte Zoe Vogelmann über 200 Meter Lagen, die sie in 2:14,04 Minuten gewann.

Auch Jessica Felsner wird noch einmal angreifen, allerdings tritt die Kölnerin nächste Woche nicht in Stockholm, sondern in Eindhoven an. Über 50 Meter Freistil versuchte die Kölnerin bereits in Den Haag, die WM-Norm von 24,75 Sekunden zu unterbieten, scheiterte jedoch sechzehn Hundertstel. Erst kürzlich hatte die Sprinterin die geforderte Zeit bereits geschafft, allerdings war der Wettkampf in Bochum von der FINA nicht als Qualifikationswettkampf zugelassen gewesen.

Nicht ganz so knapp aber noch in Sichtweite zur WM-Norm war Maximilian Pilger über 200 Meter Brust. Mit 2:10,98 Minuten fehlte ihm etwas weniger als eine Sekunde zur WM-Qualifikation. Die Swim Open in Stockholm vom 12. bis 15. April dürften also noch einmal spannend werden, da sie einen der letzt-möglichen WM-Qualifikationswettkämpfe darstellen. Am 30. April endet der Qualifikationszeitraum offiziell, danach könnten nicht besetzte Startplätze allerdings noch aufgefüllt werden.