DSV-Quartett gewinnt Silber im Freiwasser

In einem spektakulären Sprintfinale hat Schlussschwimmer Florian Wellbrock für die deutsche 4x1,25-Kilometer-Staffel als Zweiter angeschlagen. Einen Hauch früher im Ziel war nur der Niederländer Ferry Weertman.

| 11. August 2018 | AKTUELL

Freiwasserschwimmen im Loch Lomond.

Freiwasserschwimmen im Loch Lomond.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Am Ende kam es im kühlen Loch Lomond zu dem von vielen erhoffte Duell: Gemeinsam gingen Deutschlands Shootingstar Florian Wellbrock und Freiwasser-Olympiasieger Ferry Weertman auf die abschließenden 1,25 Kilometer. Der Magdeburger suchte von vorn die Entscheidung, doch Weertman, vor zwei Tagen Europameister über 10 Kilometer, ließ sich nicht abhängen.

Rang

Land

Zeit

1

Niederlande

52:35,0 min

2

Deutschland

52:35,6 min

3

Frankreich

52:46,7 min

4

Großbritannien

52:51,3 min

5

Italien

52:53,1 min

6

Russland

53:49,5 min

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Deutsche Taktik geht aus

500 Meter vor dem Ziel setzte sich der erfahrene Freiwasserstar neben Wellbrock, von da an schwammen beide Kopf an Kopf dem Ziel entgegen. Als die Athleten im Zielkanal alles aus sich herausholten, zeigte sich die taktische Überlegenheit Weertmans gegen den schwimmerisch eigentlich schnelleren Becken-Europameister Wellbrock: Mit dem besseren Anschlag sicherte der Niederländer seinem Team nach 52:35,0 Minuten die Goldmedaille. Wellbrock schlug 0,6 Sekunden später an. Bronze gewann Frankreich.

Die Taktik der Deutschen ging perfekt auf. Leonie Beck und Sarah Köhler hielten mit den anderen Teams gut mit, obwohl diese zum Teil auf Männer auf den Startpositionen setzten. An Position drei schwamm der Würzburger Sören Meißner die DSV-Staffel in einem starken Rennen auf Rang drei nach vorn. Während es mit den anderen Mannschaften aufgrund der Aufstellung zum Teil starke Positionsverschiebungen gab, blieben die Niederländer immer in der Nähe. Auch sie setzten mit Esmee Vermeulen, Sharon van Rouwendaal, Pepijn Maxime Smits und Weertman auf die Taktik Frau/Frau/Mann/Mann.

Als Wellbrock und Weertman kurz nach dem Wechsel an der führenden Spanierin Maria de Valdes Alvarez vorbeizogen, waren Gold und Silber verteilt. Es ging nur noch um die Reihenfolge. Während Wellbrock den Olympiasieger dieses Jahr bereits zweimal im Freiwasser besiegen konnte, hatte Weertman diesmal das bessere Ende für sich.