DOSB-Präsident bringt Deutschland als WM-Ausrichter ins Spiel

Alfons Hörmann kann sich gut vorstellen, dass Deutschland kurzfristig als Ausrichter der Para-Schwimm-WM einspringt. Der DOSB-Präsident spricht von einem doppelten Signal.

| 29. Januar 2019 | AKTUELL

Starten die Para-Schwimmer bald bei einer WM in Deutschland?

Starten die Para-Schwimmer bald bei einer WM in Deutschland?

Foto >Bob Martin for OIS/IOC

Seit Sonntag sucht das Internationale Paralympische Komitee nach einem neuen Ausrichter der diesjährigen WM der Para-Schwimmer, nachdem das IPC die WM Malaysia wegen Antisemitismus entzogen hatte. Wenn es nach DOSB-Präsident Alfons Hörmann geht, könnte Deutschland kurzfristig in die Bresche springen.

Beim Neujahrsempfangs des Deutschen Olympischen Sportbundes im Frankfurter Römer lobte der 58-Jährige laut Medienberichten ausdrücklich die konsequente Haltung des IPC uns sagte: "Wäre es nicht mal ein klares Signal, das man gemeinsam setzen könnte: Sportdeutschland heißt die Weltsportfamilie des Schwimmens im paralympischen Sport willkommen, und wir richten diese WM aus." Laut Hörmann würde die Ausrichtung in Deutschland "auch unsere besondere Verantwortung im Hinblick auf das Thema Israel" unter Beweis stellen.

Malaysias Präsident legt nach

Um sich offiziell um die WM zu bewerben, bliebe Deutschland noch etwa zwei Wochen Zeit. Mögliche Interessenten sollen sich bis zum 11. Februar beim IPC melden. Die WM dient auch als Qualifikation für die Paralympics 2020 in Tokio. Ursprünglich sollten die Titelkämpfe vom 29. Juli bis zum 4. August in Kuching auf der Insel Borneo stattfinden.

Unterdessen zeigen neue Aussagen von Malaysias Premierminister Mahathir Mohamad, dass das IPC wohl die richtige Entscheidung getroffen hat. "Israel ist ein krimineller Staat und verdient es, verurteilt zu werden", schrieb der 93-Jährige laut sid in seinem Blog und bezog sich dabei auf die seiner Meinung nach unfaire Behandlung von Palästinensern. "Wir betonen, dass wir das Recht haben, Israelis nicht in unser Land zu lassen. Wenn die Welt uns dafür verurteilt, haben wir das Recht zu sagen, dass die Welt heuchlerisch ist", so Mohamad weiter.