Topstars Cseh und Hosszu von WM-Startplätzen verdrängt

Die WM-Qualifikation über 200 Meter Schmetterling ist Laszlo Cseh und Katinka Hosszu nicht gelungen. Bei den ungarischen Meisterschaften wurden der Europarekordhalter und die Weltmeisterin von jüngeren Schwimmern auf hintere Plätze verwiesen.

| 7. April 2019 | AKTUELL

Mit 2:07,81 Minuten blieb Katinka Hosszu über 200 Meter Schmetterling zwar unter der geforderten Normzeit, darf aber trotzdem nicht bei der WM antreten.

Mit 2:07,81 Minuten blieb Katinka Hosszu über 200 Meter Schmetterling zwar unter der geforderten Normzeit, darf aber trotzdem nicht bei der WM antreten.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Die Weltmeisterschaften im Schwimmen werden in diesem Jahr vom 12. bis 28. Juli in Gwangju stattfinden. Es sind also noch etwa drei Monate bis zum Start des größten internationalen Schwimmwettkampfs des Jahres – und die Teilnehmerliste wird immer konkreter. So steht nun auch das ungarische WM-Team fest.

Der Qualifikationszeitraum für ungarische Schwimmer ging vom 1. bis 30. März und schloss somit die ungarischen Meisterschaften, die vom 27. bis 30. März in Debrecen stattfanden, als letzt-möglichen Qualifikationswettkampf mit ein. Nun sind alle bereits qualifizierten Schwimmer fest im Team, weitere Schwimmer können nur durch Ausnahmen von den Verantwortlichen des ungarischen Schwimmverbandes zur WM zugelassen werden. Qualifizieren konnten sich die beiden schnellsten Schwimmer, die in Debrecen unter den von der FINA festgelegten Norm-Zeiten blieben.

Cseh und Hosszu über 200 Meter Schmetterling nicht dabei

Dieses Verfahren ermöglichte es einigen ungarischen Youngstern den Altmeistern WM-Startplätze abzunehmen. Über 200 Meter Schmetterling konnte beispielsweise der 19-jährige Kristóf Milák mit einer Weltjahresbestzeit von 1:53,19 Minuten die Normzeit um fast sieben Sekunden unterbieten und sich somit für die WM qualifizieren. Als Zweiter und ebenfalls unter der Normzeit von 2:00,22 Minuten schlug Tamás Kenderesi an und sicherte sich somit den zweiten WM-Startplatz. Der elf Jahre ältere László Cseh blieb zwar mit 1:56,70 genauso unter der FINA-Norm, wurde allerdings als Viertplatzierter über diese Strecke nicht zur WM zugelassen.

Ähnliches passierte bei den 200 Metern Schmetterling der Frauen. Mit 2:07,37 Minuten unterbot Boglárka Kapás die Normzeit von 2:09,21 Minuten um fast zwei Sekunden. Ihr folgte die EM-Zweite von 2016, Liliána Szilágyi, auf Rang zwei, die Katinka Hosszú auf den dritten Platz verwies. Der "Iron-Lady" bleibt die WM-Teilnahme über 200 Meter Schmetterling somit trotz erreichter WM-Norm verwehrt.

Starkes ungarisches Team in Gwangju

Trotzdem werden László Cseh und Katinka Hosszú in Gwangju antreten. Cseh konnte sich über 50 und 100 Meter Schmetterling sowie 200 Meter Lagen qualifizieren und Hosszú hat mit insgesamt fünf Qualifikationen sogar die größte ungarische WM-Beteiligung. Sie wird über 200 Meter Freistil, 100 und 200 Meter Rücken sowie 200 und 400 Meter Lagen zu sehen sein. Neben den beiden alt bekannten Top-Schwimmern werden auch unter anderem die 17-jährige Ajna Kesely über die längeren Freistilstrecken und die Olympia-Dritte von 2016 Boglarka Kapás das ungarische Team in Südkorea vertreten. Der bereits oben erwähnte Kristóf Milák qualifizierte sich neben den 200 Meter Schmetterling noch auf drei weitere Strecken. Er wird in Gwangju außerdem über die 100 Meter Schmetterling sowie 200 und 400 Meter Freistil an den Start gehen.