Bei Bruhn flutscht es, bei Wierling nicht

Die 100 Meter Freistil sind die Prestigestrecke Nr. 1 unter den Schwimmern. Doch das heißt nicht, dass ein Deutscher Meister allein wegen des Titels glücklich ist.

| 20. Juli 2018 | AKTUELL

Die strahlende Siegerin über 100 Meter Freistil: Annika Bruhn.

Die strahlende Siegerin über 100 Meter Freistil: Annika Bruhn.

Foto >Marvin Weber / spomedis

Keine Überraschungen gab es bei den Deutschen Meisterschaften über die Prestigestrecke Nr. 1 im Schwimmsport, die 100 Meter Freistil. Bei den Männern gewann Damian Wierling (SG Essen) mit dem hauchdünnen Vorsprung von drei Hundertsteln – allerdings vor zwei Gästen. Denn auf Wierling folgten mit Mohamed Samy und Ali Ahmed Khalafalla zwei Ägypter in der Siegerliste der 130. Internationalen Deutschen Meisterschaften. Wierling blieb mit 48,89 Sekunden sechseinhalb Zehntel hinter dem sieben Jahre alten deutschen Rekord von Marco di Carli, aber auch hinter seinen eigenen Erwartungen zurück: „Das war gar nicht gut“, sagte der enttäuschte Meister. „Das Finale war härter und langsamer als erhofft. Es ist typisch für die Saison – ich weiß nicht, woran das liegt.“

Happy mit ihrem Rennen war dagegen Annika Bruhn von der Neckarsulmer Sport-Union, die in 54,13 Sekunden über eine Sekunde schneller war als die Zweitplatzierte Reva Foos (DSW 1912 Darmstadt) und Franziska Weidner (SG Mittelfranken). Wie viele andere der Schwimmer, die in zwei Wochen als Nationalmannschaft bei den Europameisterschaften in Glasgow antreten, ging auch Bruhn aus dem vollen Training in Berlin an den Start – und war daher selbst überrascht über ihre persönliche Bestzeit: „Das Rennen war sehr gut. Ich habe zwar viel Druck gespürt, aber dafür ist es richtig gut geflutscht.“