Silber für Heintz und Koch - Kusch gewinnt Bronze

Gleich drei Medaillen fischten die deutschen Männer am zweiten Tag der EM Kurzbahn aus dem Wasser. Philip Heintz und Marco Koch wurden jeweils Zweiter, Marius Kusch holte Bronze.

| 14. Dezember 2017 | AKTUELL

Philip Heintz ist Vize-Europameister.

Philip Heintz ist Vize-Europameister.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Weltrekordler Marco Koch kam hinter dem Russen Kirill Prigoda als Zweiter ins Ziel. Nach 2:01,52 Minuten fehlte dem 27 Jahre alten Darmstädter nur eine halbe Sekunde zur Titelverteidigung. Für Prigoda (2:01,11 min) war es nach Silber über 50 Meter Brust gestern bereits die zweite Medaille in Kopenhagen. Bronze gewann mit Mikhail Dorinov (2:01,85 min) ebenfalls ein Russe.

"Mir fehlte am Anfang der Druck. Da merkt man dann leider die vier Tage, die ich letzte Woche nur im Bett verbracht habe", analysierte Koch. "Ich musste die Frequenz anders schwimmen und schon nach 100 Metern auf sechs Züge gehen, was ich sonst nach 125 oder 150 Metern mache. Aber hinten raus habe ich es ganz gut gemacht. Das war meine schnellste Zeit dieses Jahr."

Heintz' Silber über Nebenstrecke

Auch Philip Heintz jubelte über Silber. Der Heidelberger musste sich nach 4:03,16 Minuten über seine Nebenstrecke 400 Meter Lagen nur Peter Bernek aus Ungarn geschlagen geben. Der neue Europameister blieb in 3:59,47 Minuten sogar unter der 4-Minuten-Marke, den Europarekord seines Landsmanns Laszlo Cseh (3:57,27 min) konnte er aber nicht gefährden. Bronze holte ebenfallsein Ungar. Gergely Gyurta schlug nach 4:03,36 Minuten knapp hinter Heintz an. Der Elmshorner Jacob Heidtmann landete in 4:08,56 Minuten auf Platz sechs.

"Über die Zeit bin ich nicht ganz zufrieden, aber über die Medaille freue ich mich richtig", sagte Heintz. "Auf den letzten 50 habe ich alles reingelegt, um Zweiter zu werden. Ich hoffe, dass ich jetzt gut regeneriere und über 200 Meter noch was abzünden kann."

Kusch holt Bronze

Eine Überraschung gelang Marius Kusch mit Bronze über 100 Meter Schmetterling. Der für München startende Sprinter verbesserte seine persönliche Bestleistung um fast eine halbe Sekunde und kratzte in 50,01 Sekunden erstmals in seiner Karriere an der 50-Sekunden-Marke. Selbst der EM-Titel lag für Kusch greifbar nahe, denn der siegreiche Italiener Matteo Rivolta (49,93 s) und der Zweitplatzierte Piero Codia (49,96 s) waren nur minimal schneller.