Briten fangen Amerikaner noch ab - DSV-Staffel starker Achter

Mit einem Wahnsinns-Kraul-Split hat Duncan Scott US-Sprinter Nathan Adrian abgefangen und Staffel-Gold für Großbritannien geholt. Die vier deutschen Schwimmer überzeugten.

| 28. Juli 2019 | AKTUELL

Duncan Scott gibt auf den letzten Metern alles.

Duncan Scott gibt auf den letzten Metern alles.

Foto >Jo Kleindl

Als die Schlussschwimmer aus Großbritannien, Russland und den USA, Duncan Scott, Vladimir Morozow und Nathan Adrian, auf die letzte Bahn gingen, schien den Amerikanern die Goldmedaille sicher. Groß genug der Vorsprung, erst recht für einen Mann vom Kaliber eines Adrians. Dachten wohl alle in der Schwimm-Arena von Gwangju - bis der Schotte Scott zum Endspurt ansetzte.

Gold für Großbritannien.

Gold für Großbritannien.

Foto >Jo Kleindl

Zuvor waren Luke Greenbank, Adam Peaty und James Guy für die britische 4x100-Meter-Lagenstaffel im Wasser gewesen, nun kämpfte sich der 22 Jahre alte Scott an den acht Jahre älteren Olympiasieger heran, dem die Arme auf den letzten Metern sichtbar schwer wurden. Fünf Meter vor dem Zielanschlag stellte Scott den bis dahin führenden Adrian und machte den ersten britischen Staffelsieg in Gwangju mit einem kaum fassbaren 100-Meter-Split von 46,14 Sekunden perfekt. Mit neuem Europarekord von 3:28,10 Miuten verhinderten Scott und die drei anderen Briten auch, dass US-Star Caeleb Dressel seine sieben Goldmedaillen von Budapest wiederholt (er gewann 6 x Gold und 2 x Silber). Platz zwei sicherte aber Adrian vor dem ebenfalls von hinten anrückendem Morozow.

Deutsche Staffel schwimmt solides Finale

Auch die deutsche Lagen-Staffel hatte sich für das letzte WM-Rennen der Männer qualifiziert, und Christian Diener, Fabian Schwingenschlögl, Marius Kusch und Damian Wierling zeigten noch einmal ihre ganze Klasse. Mit sehr ordentlichen Splitzeiten von 54,83 / 59,26 / 50,79 / 47,98 schwammen sie in der Addition 1,2 Sekunden schneller als im Vorlauf.

4 x 100 Meter Lagen | Männer

Platz

Name

Zeit

1

Großbritannien

3:28,10

2

USA

3:28,45

3

Russland

3:28,81

4

Japan

3:30,35

5

Australien

3:30,42

6

Brasilien

3:30,86

7

China

3:31,61

8

Deutschland

3:32,86

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