Studie mit 109 Filmen
Wie Hollywood die Angst vor Haien schürt

Kaum schwimmen wir im offenen Meer, überfällt viele Menschen die Angst vor Haien. Dabei ist die Gefahr, dass es wirklich zu einer Attacke kommt, verschwindend gering. Ein Grund für die Panik sind laut einer Studie Hollywood-Blockbuster.

(c) Kelpfish | Dreamstime.com König der Meere oder lautloser Killer? Die Meinungen zum Weißen Hai gehen auseinander.

Es begann 1975 mit “Der weiße Hai” von Steven Spielberg: Tauchen schwimmenden Raubtiere in Hollywoodfilmen auf, werden sie fast immer als blutrünstige Kreaturen mit reichlich Appetit auf Menschenfleisch präsentiert. Das ergab eine Analyse von 109 Filmen, die im Fachjournal “Human Dimensions of Wildlife” veröffentlicht wurde. Die bittere Folge: Die Filme schüren Angst vor den Tieren. Und das verstärke den Trend, dass immer mehr Haiarten vom Aussterben bedroht sind, erklärt Studienleiterin Briana Le Busque. “Viele Menschen haben keine Motivation mehr, die globale Haipopulation zu schützen.”

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Im Jahr 2020 wurden weltweit 57 Menschen von Haien angegriffen, zehn Attacken endeten tödlich. Im vergangenen Jahr ereigneten sich laut dem “International Shark Attack File” des Naturhistorischen Museums in Florida 137 Hai-Angriffe mit elf Todesopfern. Deutlich mehr Opfer fordern jedes Jahr Bienen, Wespen oder Hunde, und auch die Gefahr, durch Malariamücken und sogar herabfallende Kokosnüsse umzukommen, ist Studien zufolge höher als der fatale Biss eines Hais. Auf der anderen Seite stehen viele Millionen Haie, die jedes Jahr von Menschen gejagt und getötet werden.

Falls es trotzdem einmal brenzlig werden sollte, haben wir einige Notfall-Tipps zum korrekten Verhalten bei einer Hai-Attacke in der aktuellen SWIM zusammengestellt. Denn eins ist sicher: Wegschwimmen ist zwecklos.

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