Wellbrock schwimmt deutschen 800-Meter-Rekord

Auch am letzten Wettkampftag in Stockholm sorgte das DSV-Team für starke Ergebnisse - darunter zwei neue WM-Qualifikationen. Für das Highlight sorgte Florian Wellbrock.

| 16. April 2019 | AKTUELL

Florian Wellbrock unterbot seinen eigenen Rekord aus dem vergangenen Jahr. In Glasgow war er bei der Schwimm-EM in 7:45,60 Minuten Dritter geworden.

Florian Wellbrock unterbot seinen eigenen Rekord aus dem vergangenen Jahr. In Glasgow war er bei der Schwimm-EM in 7:45,60 Minuten Dritter geworden.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Auch aus dem letzten Wettkampftag der Swim Open in Stockholm holten die deutschen Schwimmer noch einiges heraus. Philip Heintz konnte zu seiner Qualifikation über 400 Meter Lagen eine weitere hinzufügen. In 1:58,35 Minuten schwamm er über 200 Meter Lagen zum Sieg und unterbot die WM-Norm um über eine Sekunde.

Auch Leonie Beck knackte am Montag eine weitere Norm. Die Würzburgerin schlug über 800 Meter Freistil nach 8:25,99 Minuten hinter der bereits qualifizierten Sarah Köhler (8:25,65 min) als Zweite an, mit fast fünf Sekunden Abstand zur Normzeit. Mit Celine Rieder und Lea Boy platzierten sich zwei weitere Deutsche unter den Top fünf, in ihrer Mitte fand sich Julia Hassler aus Liechtenstein.

Wellbrock auf Rekord-Kurs

Bereits in WM-Form scheint Florian Wellbrock zu sein. Über 800 Meter Freistil schlug der Magdeburger zwar eine halbe Sekunde hinter dem Ukrainer Mykhaylo Romanchuk als Zweiter an, stellte aber in 7:43,03 Minuten einen neuen Deutschen Rekord auf. Im vergangenen Jahr hatte Wellbrock in Rekordzeit von 7:45,60 Minuten EM-Bronze geholt.

Franziska Hentke musste sich ebenfalls mit Platz zwei zufrieden geben. Über 200 Meter Schmetterling schnappte sich Katinka Hosszú in starken 2:07,18 Minuten den Sieg. Hentke hielt mit Olympiasiegerin aus Ungarn lange mit und schlug nach 2:08,14 Minuten an.

Deutsche Staffelbeteiligung in Gwangju

Zwei weitere Siege für das DSV-Team holten Anna Elendt über 100 Meter Brust und Melvin Imoudu über 50 Meter Brust. Für die WM qualifizieren konnten sie sich damit nicht, Elendt wäre aber noch für die Lagenstaffel eine Option. Mit ihrer Zeit von 1:08,45 Minuten verdrängte sie Jessica Steiger von Platz eins der nationalen Bestenliste.

Fest steht bereits, dass alle deutschen Staffeln in Gwangju starten werden, denn die Normzeiten wurden inzwischen mit allen Freistil-, und Lagenstaffeln geknackt. Wer genau für das DSV-Team an den Start gehen wird, entscheidet sich allerdings erst am 30. April.