Wellbrock düpiert erneut die Weltelite

Was für eine Premiere: Bei seinem ersten Start im Freiwasser-Weltcup hat Florian Wellbrock die versammelte Weltelite hinter sich gelassen.

| 18. Juni 2018 | AKTUELL

Florian Wellbrock schwimmt in Pool und Freiwasser in bestechender Form (Archivbild).

Florian Wellbrock schwimmt in Pool und Freiwasser in bestechender Form (Archivbild).

Foto >Peter Jacob / spomedis

Das Starterfeld beim vierten Rennen der Marathon Swim World Series konnte sich sehen lassen, doch im ungarischen Plattensee gegen den Magdeburger Florian Wellbrock hatten selbst Europameister, Weltmeister und Olympiasieger keine Chance. Wie beim Europacuprennen in Gravelines vor zwei Wochen distanzierte der 20-Jährige seine Rivalen in einem langen Schlussspurt deutlich. Nach 1:55:40,20 Stunden schlug Wellbrock 16,8 Sekunden vor Rio-Sieger Ferry Weertman an. Dritter wurde im 10-Kilometer-Rennen der französische Weltmeister Axel Reymond. Im Rennen der Frauen erzielte Finnia Wunram (ebenfalls Magdeburg) als Siebte das beste deutsche Ergebnis.

"Ich wollte Energie sparen"

Drei von vier Runden lang hatte sich Wellbrock im Feld versteckt, um Kräfte zu sparen. Nach der letzten Boje schwamm er bei starkem Wellengang auf und davon. "In Gravelines hatten wir flaches Wasser, deshalb war es diesmal ein härteres Rennen", wird Wellbrock auf der DSV-Website zitiert. "Über die ersten fünf Kilometer wollte ich so viel Energie wie möglich sparen, um auf der zweiten Hälfte richtig Gas zu geben. Ich bin froh, dass es so gut geklappt hat.“ Der Langstreckenschwimmer ist seit Wochen in bestechender Form. Im April stellte der Schützling von SCM-Trainer Bernd Berkahn innerhalb von drei Tagen zwei deutsche Rekorde über 800 und 1.500 Meter Freistil auf. Bei der kommenden EM in Glasgow gilt er als Medaillenkandidat.

Weniger erfolgreich verlief das Rennen im Plattensee für die anderen deutschen Teilnehmer. Svenja Zihsler und Leonie Beck belegten die Plätze 14 und 21. Der Würzburger Ruwen Straub kam mit 69 Sekunden Rückstand als 25. ins Ziel, Arti Krasiqi wurde 40. Wellbrocks Teamkollege Rob Muffels war nach einem Magen-Darm-Infekt planmäßig nach der ersten ausgestiegen. "Das hätte keinen Sinn gemacht, ihn durchschwimmen zu lassen"“, sagte Berkhahn der Magdeburger Volksstimme.

Ergebnis | Frauen

Platz

Name

Zeit

1

Ana Cunha (Brasilien)

2:05:53,1

2

Haley Anderson (USA)

2:05:53,4

3

Rachele Bruni (Italien)

2:05:54,7

7

Finnia Wunram (Magdeburg)

2:06:07,3

14

Svenja Zihsler (Würzburg)

2:06:36,4

21

Leonie Beck (Würzburg)

2:07:47,1

DNF

Sarah Bosslet (Saarbrücken)

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Ergebnis | Männer

Platz

Name

Zeit

1

Florian Wellbrock (Magdeburg)

1:55:40,2

2

Ferry Weertman (Niederlande)

1:55:57,0

3

Axel Reymond (Frankreich)

1:55:59,1

25

Ruwen Straub (Würzburg)

1:56:49,5

40

Arti Krasniqi (Elmshorn)

1:58:24,6

DNF

Rob Muffels (Magdeburg)

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