Thomasberger knackt WM-Norm - Koch siegt mit starker Zeit

Zwei neue WM-Qualifikationen gelangen den deutschen Schwimmern am vergangenen Wochenende beim Swim Festival in Bergen. David Thomasberger knackte die Normzeit über 200 Meter Schmetterling, während Sarah Köhler nun auch über 800 Meter Freistil starten wird.

| 8. April 2019 | AKTUELL

Als siebter deutscher Beckenschwimmer konnte David Thomasberger sich für die Weltmeisterschaften in Gwangju qualifizieren.

Als siebter deutscher Beckenschwimmer konnte David Thomasberger sich für die Weltmeisterschaften in Gwangju qualifizieren.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Über 41 Podestplatzierungen und zwei neue WM-Qualifikationen konnten sich die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer beim Swim Festival in Bergen freuen. Gleich am ersten Wettkampftag knackte David Thomasberger die WM-Norm über 200 Meter Schmetterling. In 1:56,01 Minuten blieb er unter der Normzeit von 1:56,39 Minuten. Auf die Plätze vier bis sechs schwammen mit Ramon Klenz, Tim Wilsdorf und Thomas Rhomberger drei weitere Schwimmer aus Deutschland.

Knapp an der Normzeit vorbei schwamm Philip Heintz. Über 200 Meter Lagen fehlten dem Heidelberger auf die WM-Norm von 1:59,40 Minuten lediglich 0,05 Sekunden. Bei der doppelten Lagenstrecke war der Abstand größer. Mit 4:18,00 Minuten konnte er sich zwar vor Thomas Fraser-Holmes und dem Leipziger Paul Hentschel den ersten Platz sichern, verpasste die WM-Norm jedoch um drei Sekunden. Ein weiterer Sieg gelang Heintz über 100 Meter Schmetterling mit einer Zeit von 52,41 Sekunden. Ramon Klenz, David Thomasberger und Thomas Rohmberger beendeten diese Strecke als Dritter, Vierter und Sechster.

Christian Diener ließ den anderen Teilnehmern über seine Paradedisziplin Rücken keine Chance. Sowohl über den 50-Meter-Rückensprint, als auch über 100 und 200 Meter Rücken, schwamm der Potsdamer zum Sieg. Auf der kurzen Distanz ließ er Ole Braunschweig, Felix Ziemann und Andreas Wiesner auf den Plätzen zwei, drei und vier hinter sich. Über die 100-Meter-Strecke standen mit Andreas Wiesner auf zwei und Ole Braunschweig auf drei ebenfalls nur Deutsche auf dem Podest. Die 200 Meter Rücken ergaben ein ähnliches Bild. Hier folgten Diener seine Landsmänner in der Reihenfolge Wiesner, Ziemann, Braunschweig. Über alle drei Strecken blieb Diener jedoch über der WM-Norm und muss somit bei den Malmsten Swim Open in Stockholm am kommenden Wochenende erneut angreifen, um sich noch für die Weltmeisterschaften qualifizieren zu können.

Normzeiten erneut bestätigt

Marco Koch konnte seine Qualifikation über 200 Meter Brust bestätigen. Er schlug nach 2:08,72 Minuten an und blieb somit etwa zwei Zehntel unter seiner Zeit vom Januar, mit welcher er sich als erster Deutscher für die WM qualifiziert hatte. Mit der drittbesten Zeit des Tages von 1:01,04 Minuten über 100 Meter Brust verpasste er die Qualifikation über eine weitere Strecke jedoch. Die 50 Meter Brust beendete Koch in 28,42 als Fünfter.

Der ebenfalls bereits qualifizierte Florian Wellbrock konnte die 400 Meter Freistil für sich entscheiden. Mit 3:49,16 Minuten schwamm er jedoch, genau wie der drittplatzierte Christian Keber, an der Normzeit von 3:46,40 Minuten vorbei. Über 1.500 Meter Freistil legte Wellbrock dagegen sogar noch einen drauf. Mit 14:44,80 war er fast fünf Sekunden schneller als in Magdeburg, wo er sich bereits für die WM qualifizieren konnte. Auf den dritten Platz, jedoch langsamer als die Normzeit von 14:59,00 Minuten, schwamm erneut Christian Keber. Auch über die 800 Meter Freistil landete Keber auf Rang drei, während Wellbrock sich in 7:49,44 Minuten den Sieg holte. Außerdem blieb er mit dieser Zeit über drei Sekunden unter der WM-Norm und sicherte sich somit seinen dritten Startplatz in Gwangju. Wellbrock konnte sich neben den langen Freistilstrecken bereits für die 10-Kilometer-Strecke im Freiwasser qualifizieren.

Sarah Köhler knackt zweite WM-Qualifikation

Bei den Frauen konnten ebenfalls zwei bereits Qualifizierte die Normen bestätigen. Franziska Hentke schlug über 200 Meter Schmetterling nach 2:08,08 Minuten zeitgleich mit Katinka Hosszú an. Somit war Hentke zwar fast eine Sekunde langsamer als bei ihrer ursprünglichen Qualifikation in Magdeburg, blieb jedoch immer noch unter der Normzeit von 2:08,20 Minuten.

Auch Sarah Köhler schaffte die 1.500 Meter Freistil erneut unter der Normzeit von 16:23,00 Minuten. In Bergen verbesserte sie ihre Qualifikationszeit noch einmal um über eine Sekunde auf 16:07,33 Minuten. Mit den 800 Metern Freistil konnte die Frankfurterin außerdem eine weitere Strecke zu ihren WM-Starts hinzufügen. Nach 8:23,63 Minuten schlug sie vor der Liechtensteinerin Julia Hassler und Yara Sophie Hierath an – und blieb somit über sechs Sekunden unter der geforderten Normzeit von 8:30,00 Minuten. Über die 400 Meter Freistil gelang Köhler eine dritte Qualifikation allerdings nicht. Sie schwamm in 4:10,31 Minuten hinter Katinka Hosszú auf den zweiten Platz.

Größtenteils deutsche Finalteilnehmer

Über 200 Meter Brust mussten sich ein weiteres Mal zwei Schwimmerinnen den ersten Platz teilen. Jessica Steiger hatte hier zeitgleich mit der Norwegerin Stina Kaysa Colleou nach 2:27,97 Minuten angeschlagen. Bei der halben Strecke konnte Steiger sich allein über die Goldmedaille freuen. Mit einer Zeit von 1:08,51 Minuten blieb sie vor Teamkameradin Anna Elendt. Auch über 100 Meter Freistil war Steiger mit 54,82 Sekunden schnellste Deutsche auf Rang zwei. Ihr folgten Reva Foos, Johanna Roas, Marie Pietruschka und Isabel Gose auf den Plätzen drei bis sechs, sowie Angelina Köhler auf dem achten Rang.

Ebenfalls mit großer deutscher Beteiligung gingen die 200 Meter Freistil sowie die 200 Meter Lagen ins Finale. Die Freistilstrecke konnte Katinka Hosszú für sich entscheiden. Ihr folgte Reva Foos auf dem zweiten Platz. Mit Marie Pietruschka, Isabel Gose und Lia Neubert auf vier, fünf und sechs waren drei weitere Deutsche im A-Finale vertreten. Auch die 200 Meter Lagen gewann Katinka Hosszú, diesmal vor Alexandra Wenk und Franziska Hentke. Mit Marie Pietruschka auf dem fünften, Yara Sophie Hierath auf dem sechsten und Samira Svea Erhardt auf dem achten Platz waren insgesamt fünf Deutsche im A-Finale am Start.

Olympiasiegerinnen am Start

Neben Olympiasiegerin Katinka Hosszú schnappte eine weitere internationale Top-Schwimmerin den Deutschen die obersten Podestplätze weg. Sarah Sjöström schwamm auf 100 Meter Schmetterling vor Angelina Köhler, Franziska Wentke und Alexandra Wenk, die auf dem zweiten, vierten und fünften Platz landeten. Über 50 Meter Freistil ließ Sjöström Isabel Gose auf dem zweiten Rang hinter sich. Johanna Roas platzierte sich noch vor Katinka Hosszú auf Rang vier, Marie Pietruschka beendete das Finale als Sechste.

Weitere zweite Plätze holten Angelina Köhler über 50 Meter Schmetterling, Anna Elendt über 50 Meter Brust, Jenny Mensing über 200 Meter Rücken und Christoph Fildebrandt über 50 Meter Freistil. Zwei dritte Plätze kamen außerdem von Samira Svea Erhardt über 400 Meter Lagen sowie Ramon Klenz über 50 Meter Schmetterling dazu. Normzeiten knackte von ihnen aber niemand.