Thomas Fraser-Holmes wehrt sich: "Es war ein menschlicher Fehler"

Wegen verpasster Dopingtests ist der australische Spitzenschwimmer Thomas Fraser-Holmes für ein Jahr gesperrt worden. Der Athlet nimmt die Schuld auf sich: "Ich laufe nicht davon."

| 9. Juni 2017 | AKTUELL

Thomas Fraser-Holmes bei den Olympischen Spielen in Rio.

Thomas Fraser-Holmes bei den Olympischen Spielen in Rio.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Dreimal hatten Dopingkontrolleure den 25 Jahre alten Commonwealth-Games-Sieger verpasst, nun folgte die Sperre durch den Weltverband FINA. Fraser-Holmes darf vom 7. Juni 2017 bis zum 6. Juni 2018 nicht bei Wettkämpfen starten. Der Freistilschwimmer verpasst damit die Weltmeisterschaften in Budapest sowie die nächsten Commonwealth Games, die kommendes Jahr im April ausgerechnet in Fraser-Holmes Heimatstadt Gold Coast stattfinden.

"Ich laufe von nichts davon", sagte der Sportler Fairfax Media. "Ich bin schuldig für einen menschlichen Fehler. Ich hätte meine Whereabouts um 15 Minuten verschieben müssen, doch ich wusste nicht, dass die Tester da waren. Das habe ich erst später per Mail erfahren." Spitzensportler sind verpflichtet, die Kontrolleure über ihren Aufenthaltsort im voraus zu informieren.

Ob Fraser-Holmes vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen will, um eine Aufhebung oder Reduzierung der Sperre zu erwirken, ist noch unklar. Während sein Anwalt Medien zufolge einen Widerspruch plane, gab es vom Athleten selbst noch keinen Kommentar dazu.

Neben Fraser-Holmes drohen weitere Sperren gegen australische Schwimmer. Olympia-Medaillengewinnerin Madeline Groves und Freiwasserschwimmer Jarrod Poort haben ebenfalls drei Dopingtests versäumt.