SV Mannheim fordert Titelfavoriten aus Berlin und NRW

Die Mastersschwimmer des SV Mannheim greifen beim DMS-Bundesfinale nach ihrem ersten Titel. In Hamburg treffen die Badener am Samstag auf starke Gegner. Vor allem die Teams aus Berlin und NRW sind traditionell schnell.

| 10. November 2017 | AKTUELL

Die Titelverteidiger der SG Dortmund sind in Hamburg ebenfalls dabei.

Die Titelverteidiger der SG Dortmund sind in Hamburg ebenfalls dabei.

Foto >Michael Prüfert

Seit 1996 gibt es die DMS Masters, doch einen Sieger aus Baden-Württemberg gab es bisher nicht. Wenn an diesem Samstag die 18 besten Teams aus Deutschland in Hamburg ihren Meister ausschwimmen, könnte sich das ändern, denn die Masters des SV Mannheim reisen als großer Favorit in die Hansestadt. In Brühl erzielten die Badener vor drei Wochen mit Abstand die meisten Punkte aller Vorkämpfe. Mit 21.330 Zählern holten sie als einzige Mannschaft in 24 Rennen mehr als 20.000 Punkte. Maßgeblichen Anteil an dem Ergebnis hatte Rückenschwimmerin Renate Swiczinsky-Kordes, die in der AK 60 mit Altersklassenrekorden über 50 Meter (36,74 s) und 200 Meter (2:56,91 min) jeweils über 1.000 Punkte einfuhr.

Doch beim Finale in Hamburg beginnen alle Teams bei Null. Und zieht man die Ergebnisse des 2016er Finals zum Vergleich heran, hat nicht nur Titelverteidiger SG Dortmund noch viel Luft nach oben. Auch die beiden Hauptstadtclubs SG Neukölln (Meister 2013/2014) und Berliner TSC (Sieger 2015) werden ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden wollen. Außerdem sind die SG Mülheim und der SCW Eschborn in den Top sechs vertreten. Als stärkster Lokalmatador gehen die Masters des Hamburger Schwimm-Clubs ins Rennen.

Die 18 Finalteilnehmer mit ihren Vorkampfleistungen

PlatzMannschaftPunkte

1

SV Mannheim

21330

2

SG Neukölln Berlin I

19995

3

SG Mülheim I

19922

4

Berliner TSC I

19727

5

SG Dortmund

19467

6

SCW Eschborn

19057

7

SG Mönchengladbach

18776

8

Hamburger SC

18651

9

SG HT 16 Hamburg I

18325

10

WSV Speyer

18291

11

TSV Quakenbrück

18247

12

Berliner SC Robben

17875

13

SC Wiking Herne

17837

14

SC Poseidon Berlin

17711

15

Bremer Sport-Club

17613

16

SGS Hamburg

17511

17

SV Blau-Weiß Bochum

17248

18

Bremischer Schwimmverein

17138

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Olympiateilnehmer am Start

Eine Besonderheit der DMS Masters ist, dass Frauen und Männer nicht getrennt, sondern in denselben Läufen gegeneinander schwimmen. Möglich macht das die Umwandlung der Zeiten in Punkte nach der sogenannten 1000-Punkte-Tabelle. Die Platzierung spielt dabei keine Rolle. In Hamburg werden auch wieder zahlreiche Rekordleistungen erwartet. Unter anderem springen die Olympiaschwimmer Stefan Herbst und Stephan Kunzelmann ins Wasser. Auch der mehrfache AK-90-Weltrekordler Karl Hauter ist am Start.

Der Wettkampf im Hamburger Landesleistungszentrum beginnt am Samstag um 12 Uhr. Der Sieger wird nach dem letzten Rennen gegen 17 Uhr feststehen.