SV Bremen testet Rennformat erstmals in Deutschland

Auf immer dasselbe haben die Wettkampfplaner des SV Bremen 10 keine Lust. Sie probieren Anfang Mai ein Rennen über "200 Meter Mystery Lagen". Das Format sorgte schon in den USA für Aufsehen.

| 12. April 2018 | AKTUELL

Lagen muss ja nicht immer mit Schmetterling beginnen.

Lagen muss ja nicht immer mit Schmetterling beginnen.

Foto >spomedis

Die spektakulären 200 Meter Lagen Mystery erleben am 6. Mai ihre Deutschland-Premiere. Beim Sprint- und Mittelstreckentag des SV Bremen 10 soll das Rennen den krönenden Abschluss der Veranstaltung im Unibad bilden. Anders als beim gewohnten Lagenschwimmen absolvieren die Teilnehmer im Mystery-Finale das Rennen nicht in der Standard-Reihenfolge Schmetterling, Rücken, Brust, Freistil. Stattdessen schwimmt jeder Athlet eine andere Reihenfolge, beginnt Beispielsweise mit Brust oder Freistil und schwimmt die letzte Bahn Rücken. Die genaue Reihenfolge steht für jede Bahn vorher fest. Welcher Schwimmer auf welcher Bahn antritt, wird aber erst kurz vor dem Start ausgelost. Laut Ausschreibung wird das Ganze dann so aussehen:

 

200 Meter Mystery Lagen

Reihenfolge

Bahn 1

Schmetterling, Brust, Rücken, Freistil

Bahn 2

Freistil, Rücken, Schmetterling, Brust

Bahn 3

Brust, Schmetterling, Freistil, Rücken

Bahn 4

Freistil, Brust, Rücken, Schmetterling

Bahn 5

Brust, Schmetterling, Rücken, Freistil

Bahn 6

Schmetterling, Freistil, Rücken, Brust

Bahn 7

Brust, Freistil, Rücken, Schmetterling

Bahn 8

Freistil, Schmetterling, Brust, Rücken

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Premiere in den USA

Durch die unterschiedlichen Reihenfolgen sind deutliche Positionsverschiebungen vorprogrammiert. Um dabei keinen Nachteil beim Start zu erzeugen, beginnen alle Teilnehmer das Rennen mit einem Startsprung vom Block. Rücken ist frühestens auf der zweiten Bahn vorgesehen. Startberechtigt für das Mystery-Lagen-Finale sind laut Ausschreibung die jeweils acht besten Schwimmerinnen und Schwimmer der Veranstaltung. Ermittelt werden dafür die besten Gesamtpunktzahlen über eine 50-, 100- und 200-Meter-Strecke.

Für Aufsehen und eine gewisse Heiterkeit hatte dieser Wettbewerb Anfang des Jahres in den USA gesorgt. Bei einem Meeting der Pro Swim Series in Austin setzte sich bei den Männern Carson Foster in 2:03,18 Minuten durch. Er absolvierte das Rennen in der Reihenfolge Brust, Freistil, Schmetterling, Rücken. Bei den Frauen schwamm Madisyn Cox (Freistil, Brust, Schmetterling, Rücken) in 2:16,12 Minuten zum Sieg. Beide Wettbewerbe waren geprägt durch spannende Rennverläufe, bei denen die Sieger erst auf der Schlussbahn feststanden.