Start-Ziel-Sieg durch van Rouwendaal - Wunram mit kalten Händen Fünfte

Sharon van Rouwendaal hat bei der EM in Schottland souverän ihr zweites Freiwasser-Gold perfekt gemacht. Finnia Wunram schwamm lange in der Spitzengruppe und wurde Fünfte.

| 9. August 2018 | AKTUELL

Finnia Wunram auf dem Weg zum fünften Platz.

Finnia Wunram auf dem Weg zum fünften Platz.

Foto >Peter Jacob / spomedis

In der vorletzten Runde konnte Finnia Wunram das enorme Tempo von Sharon van Rouwendaal einfach nicht mehr halten. Zentimeter um Zentimeter fiel die Magdeburgerin aus der durch die Olympiasiegerin angeführte fünfköpfige Spitzengruppe zurück. „Ich habe alles gegeben und versucht ranzuschwimmen, doch es ging einfach nicht“, sagte Wunram, die mit dem Ziel Medaille ins Rennen gegangen war.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Am Ende musste sich die 22-Jährige mit einem Platz außerhalb des Podiums begnügen. „Platz fünf bei einer Europameisterschaft ist nicht so schlecht. 100 Prozent zufrieden bin ich aber nicht“, sagte Wunram. Den Sieg sicherte sich wie über 5 Kilometer van Rouwendaal nach einer überlegenen Vorstellung in 1:54:45,7 Stunden. Die Italienerin Giulia Gabrielleschi hatte im Finish keine Chance und holte Silber. Dritte wurde Esmee Vermeulen aus den Niederlanden.

Van Rouwendaal von vorn

Bei 16 Grad Wassertemperatur entwickelte sich im Loch Lomond ein ähnlicher Rennverlauf wie Tags zuvor über 5 Kilometer. An der Spitze sorgte van Rouwendaal praktisch vom ersten Meter an für Tempo und zog das Feld dadurch in die Länge. Während nach und nach immer mehr Schwimmerinnen abreißen lassen mussten, konnte Wunram zunächst mithalten. Zu den Abgehängten zählten dafür Leonie Beck und Jeanette Spiwoks. Auf sich allein gestellt schwamm die Würzburgerin Beck in 1:57:32,6 Stunden noch auf Platz neun. Spiwoks erreichte das Ziel über sieben Minuten nach der Siegerin und wurde 21.

„Es hat sich gut angefühlt im Wasser, nur meine Hände sind irgendwann eingefroren“, sagte Wunram, die schon im Zielbereich mit der Fehleranalyse begann. „Die Verpflegung lief nicht wie geplant und meine Position in der vorletzten Runde war nicht perfekt. Wäre ich dort Zweite oder Dritte gewesen, hätte sich vielleicht länger mithalten können.“

Sharon van Rouwendaal macht ihr zweites Gold perfekt.

Sharon van Rouwendaal macht ihr zweites Gold perfekt.

Foto >Peter Jacob / spomedis