Stars testen ungewohnte Strecken - DSV-Asse schwimmen aufs Podest

Was herauskommen kann, wenn sich die besten Schwimmer der Welt auf neuen Strecken probieren, konnten die Zuschauer in Singapur eindrucksvoll beobachten.

| 20. November 2017 | AKTUELL

Daiya Seto überzeugte in Singapur über 200 Meter Brust

Daiya Seto überzeugte in Singapur über 200 Meter Brust

Foto >Peter Jacob / spomedis

Dass Olympiasiegerin Sarah Sjöström hinterherschwimmt, ist ein äußerst seltener Anblick. Einige Zuschauer dürften sich beim Weltcup-Finale in Singapur deshalb verwundert die Augen gerieben haben, als die 24-Jährige in einem Rennen nur Platz sechs belegte. Allerdings: Die schwedische Weltcupgesamtsiegerin war über die für sie völlig ungewohnten 200 Meter Lagen unterwegs. Obwohl Sjöström nach 50 Metern führte, hatte sie mit 2:09,84 Minuten letztlich keine Chance gegen eine Spezialistin wie Katinka Hosszu, die in 2:04,37 Minuten gewann. Dennoch schlug Sjöström noch vor den beiden deutschen Schwimmerinnen Lisa Höpink (2:11,79 min) und Alexandra Wenk (2:15,00 min) an.

Noch besser als Sjöström machte es Daiya Seto. Der Lagen- und Schmetterlingsspezialist aus Japan testete in Singapur sein Können über 200 Meter Brust - und überraschte mit einer internationalen Topzeit. In 2:01,30 Minuten schlug Seto vor dem Olympiadritten über diese Distanz Anton Tschupkow (2:01,65 min) an. Schneller als der Asiate war nur Kirill Prigoda aus Russland in 2:01,18 Minuten. Zum Vergleich: Der Weltrekord von Marco Koch steht seit einem Jahr bei 2:00,44 Minuten.

Aus dem deutschen Team schafften es in Singapur Poul Zellmann und Franziska Hentke aufs Podium. Der Essener Zellmann steigerte sich über 1.500 Meter Freistil gegenüber Tokio um fast 30 Sekunden und wurde in 14:46,61 Minuten Zweiter. Über 400 Meter Freistil reichte es in 3:41,32 Minuten zu Platz drei. Ebenfalls auf Platz drei schwamm Hentke in 2:06,22 Minuten über 200 Meter Schmetterling.