Starker Auftakt durch 18-jährige Angelina Köhler

Vor neun Monaten gewann Angelina Köhler Silber und Bronze bei den Olympischen Jugendspielen. In Gwangju zeigte das Schmtterlingtalent, dass es auch bei den Großen mithalten kann.

| 21. Juli 2019 | AKTUELL

Das reicht fürs Halbfinale. Angelina Köhler ist bei der WM in der nächsten Runde.

Das reicht fürs Halbfinale. Angelina Köhler ist bei der WM in der nächsten Runde.

Foto >Jo Kleindl

Angelina Köhler ballte die Faust nach ihren 57,92 Sekunden über 100 Meter Schmetterling. Und das völlig zurecht. Nur 0,07 Sekunden blieb die Hannoveranerin über ihrer Bestzeit und erreichte damit bei ihrer ersten Weltmeisterschaft gleich das Halbfinale. „Klar war ich aufgeregt, die ganze Mannschaft hat mich angefeuert“, sagte die 18-Jährige. „Doch ich konnte meine Routine ausschwimmen und es hat geklappt. Jetzt schon fast Bestzeit“

Die junge Sprinterin könnte auf ihrer Paradestrecke die Lücke füllen, die im deutschen Team entstand, weil Alexandra Wenk nach einer Verletzung und einem Wechsel von München nach Berlin weiter um die Rückkehr zu alter Stärke kämpft. Im Semifinale wird die 18-jährige Köhler heute einen weiteren Angriff auf den deutschen Rekord von Wenk starten, der seit drei Jahren bei 57,70 Sekunden steht. Schnellste im Vorlauf war Sarah Sjöström in 56,45 Sekunden.

Kusch und Schwingenschlögl ausgeschieden

Über die halbe Distanz verpasste Marius Kusch seine Bestzeit und das Halbfinale deutlich, war aber  nicht unzufrieden mit seinem Rennen. „Das war ein guter Start um in die WM reinzukommen. Ich bin leider nicht weitergekommen, aber als Einschwimmen für die Staffel passt das schon.“

In 23,86 Sekunden schlug Kusch über 50 Meter Schmetterling als Gesamt-25 an. Die beste Zeit erzielten Titelverteidiger Caeleb Dressel (USA) und der Ukrainer in jeweils 22,84 Sekunden. „Ich bin vielleicht ein bisschen überschwommen“, analysierte Kusch. „Das ist typisch für mich, wenn ich einen 50er schwimme, dass ich zu viel will und die Frequenz dann etwas höher als optimal ist.“

Ebenfalls ausgeschieden ist Fabian Schwingenschlögl über 100 Meter Brust. Der Neckarsulmer blieb knapp über einer Minute (1:00,12 min) und belegte den 20. Platz. Topanwärter auf den Weltmeistertitel ist Weltrekordler und Olympiasieger Adam Peaty.