Sportgerichtshof verkürzt Sperre von US-Schwimmerin Madisyn Cox

Vor zwei Monaten wurde Madisyn Cox rückwirkend zum 3. März gesperrt. Jetzt hat der internationale Sportgerichtshof die Strafe auf sechs Monate verkürzt.

| 4. September 2018 | AKTUELL

Bei den Weltmeisterschaften in Budapest gewann Madisyn Cox Bronze über 200 Meter Lagen

Bei den Weltmeisterschaften in Budapest gewann Madisyn Cox Bronze über 200 Meter Lagen

Foto >Fabian Fiedler

Im Juli wurde bekannt, dass der us-amerikanischen Schwimmerin Madisyn Cox bei einem unangekündigten Dopingtest im März das verbotene Mittel Trimetazidin nachgewiesen wurde. Das Mittel wird normalerweise zur Behandlung einer stabilen Angina Pectoris verwendet und wirkt auch auf den Energiestoffwechsel. Deswegen steht das Herzmedikament auf der Dopingliste.

Cox beteuerte, von dem Medikament nie etwas gehört zu haben. Ihrer Meinung nach müsse das Mittel durch verunreinigtes Leitungswasser oder ein verunreinigtes Vitaminpräparat in ihren Körper gelangt sein. Dieser Verdacht wurde nun bestätigt, nachdem eine Verunreinigung in einer ungeöffneten Flasche eines nicht leistungssteigernden Vitaminpräparates nachgewiesen wurde. Cox verwendet dieses Präparat seit sieben Jahren und hat es, wie der internationale Sportgerichtshof CAS in seinem Protokoll mitteilt, auch ordnungsgemäß bei der Anti-Doping-Behörde angegeben. 

Nun reduzierte der CAS Cox' Dopingsperre von ursprünglichen zwei Jahren auf sechs Monate. Auf diesen Zeitraum hatte sich die Schwimmerin zuvor mit dem Weltverband FINA geeinigt, wie unter anderem die Deutsche Presseagentur berichtet. Da die Strafe bereits rückwirkend zum 3. März begann, darf Cox ab sofort wieder Wettkämpfe bestreiten. Einen bitteren Beigeschmack gibt es trotzdem. Im Zeitraum der bereits abgesessenen Sperre fanden die US-Trails und die Pan Pacs statt, bei denen die USA ihr Team für die Weltmeisterschaften 2019 zusammenstellten. Für Cox gab es somit keine Möglichkeit, sich für die Titelkämpfe im kommenden Jahr in Südkorea zu qualifizieren.