Sjöström sorgt für Ausrufezeichen beim Weltcupauftakt

Im spärlich besetzten Feld des ersten Weltcup-Stopps sorgten die Spitzenschwimmer für einige Achtungszeichen. Katinka Hosszu kehrte nach der Trennung von ihrem Trainer zu gewohnt vielen Starts zurück.

| 10. September 2018 | AKTUELL

Katinka Hosszu kehrt zurück zu ihrer alten Wettkampfhärte

Katinka Hosszu kehrt zurück zu ihrer alten Wettkampfhärte

Foto >Peter Jacob / spomedis

Die Wettkämpfe des ersten Weltcup-Clusters finden dieses Jahr auf der langen Bahn statt. Die Hoffnung der Fina, dadurch mehr Schwimmer zu den Wettkämpfen anzulocken, bewahrheitete sich jedoch nicht. In Kasan gingen nur 53 nicht russische Sportler an den Start, darunter aber immerhin einige Topstars.

Die stärkste Leistung der Veranstaltung brachte Sarah Sjöström ins Wasser. Die Schwedin ging in Russland fünfmal an den Start und gewann bei jedem ihrer Starts Gold. Über 50 Meter Freistil schwamm sie nur 0,1 Sekunden langsamer als bei ihrem Goldrennen bei der EM in Glasgow und lies den Rest des Feldes um mehr als sieben Zehntel hinter sich. Auch über die doppelte Distanz kam Schwedens Superstar nah an Ihre Zeit aus Glasgow ran, sie war lediglich 0,6 Sekunden langsamer und ließ die Vize-Europameisterin Femke Heemskerk aus den Niederlanden damit hinter sich zurück.

"Iron Lady" ist zurück

Ebenfalls fünf Goldmedaillen gab es für Katinka Hosszu. Nach der Trennung von ihrem Trainer und Ehemann Shane Tusup war die Ungarin erstmal von der großen Wettkampfbühne verschwunden, auch bei den Europameisterschaften ging sie lediglich über drei Einzelstrecken an den Start. In Kasan stand die Vielstarterin wieder elf Mal auf der Startbrücke. 

Bei den Männern machte Vladimir Morozov auf sich aufmerksam. Der Russe schwamm sich nach dem ersten der sieben Weltcup-Wettkämpfe an die Spitze des aktuellen Weltcup-Rankings und verwies den US-Sprinter Blake Pieroni über 100 Meter Freistil auf den zweiten Platz. Australiens Rückenspezialist Mitchell Larkin gewann Gold über 100 und 200 Meter Rücken sowie 200 Meter Lagen.

Insgesamt war der Weltcup-Auftaktwettkampf trotz der hohen Preisgelder jedoch schwach besetzt. Bei den Frauen reicht zum Beispiel schon eine Zeit von 4:41 Minuten über 400 Meter Freistil, um ins Finale einzuziehen. Zum Vergleich: Diese Zeit hätte nicht einmal gereicht, um sich für die Deutschen Meisterschaften im vergangenen Juli zu qualifizieren. Der zweite Langbahn-Wettkampf der Weltcupserie findet vom 13. bis 15. Oktober in Doha statt.