Schweden dominieren - Streckenrekorde purzeln

Die schwedischen Swimrunner haben bei der Ötillö-WM vor Stockholm alle Titel abgeräumt. Bei sonnigem Wetter und relativ warmen Wasser fielen alle drei Streckenrekorde.

| 5. September 2018 | AKTUELL

Über 300 Swimrunner nahmen an der WM teil.

Über 300 Swimrunner nahmen an der WM teil.

Foto >Jakob Edholm / ÖTILLÖ

Blauer Himmel und im Sonnenlicht funkelndes Wasser: Perfekte äußere Bedingungen haben den 318 Teilnehmern der Swimrun-WM in Schweden ein grandioses Naturerlebnis beschert. Ein Jahr nach dem Kälterennen bei der letzten WM auf derselben Strecke produzierte das 75 Kilometer lange Spektakel durch Stockholms Schärengarten Bilder wie aus einer Hochglanzbroschüre. Die sich ohnehin im Aufschwung befindende Outdoordisziplin könnte davon profitieren und weiter an Bekanntheit zunehmen.

Start zur 13. Auflage des WM-Rennens.

Start zur 13. Auflage des WM-Rennens.

Foto >Jakob Edholm / ÖTILLÖ

Höhepunkt der Swimrun-Szene

Das WM-Rennen am Montag, veranstaltet durch das schwedische Unternehmen Ötillö („Von Insel zu Insel“), war traditionell der Höhepunkt der diesjährigen Swimrun-Saison. In den Schärengärten war der Sport vor knapp 15 Jahren aus einer Schnapsidee heraus entstanden. Inzwischen gibt es sechs Ötillö-Rennen in Europa, bei denen sich die Besten, ähnlich wie im Triathlon für den Ironman Hawaii, für die WM qualifizieren können.

Auch in Deutschland findet ein Event statt. Am letzten September-Wochenende starten die Swimrunner in der Mecklenburger Seenplatte zum dritten Mal über eine Distanz von 41 Kilometern (34 Kilometer laufen, 7 Kilometer schwimmen). Neben Ötillö versuchen sich inzwischen auch andere Veranstalter zu etablieren. Sehr erfolgreich agiert dabei in Deutschland die Swimrun Urban Challenge, die dieses Jahr acht Rennen in acht Städten organisierten. Lesen Sie hier mehr zum Thema.

Nach 7 Stunde und 39 Minuten als Erste im Ziel: Fredrik Axegård und Alex Flores.

Nach 7 Stunde und 39 Minuten als Erste im Ziel: Fredrik Axegård und Alex Flores.

Foto >Jakob Edholm / ÖTILLÖ

Alshammer erreicht Ziel in knapp zwölf Stunden

Die 75 Kilometer lange WM-Distanz von der Insel Sandhamn zur Insel Utö setzte sich aus 65 Kilometern Trailrunning und zehn Kilometern Schwimmen zusammen. Insgesamt gab es 50 Wechsel zwischen den Disziplinen und 24 zu überquerende Inseln. Die längste Laufstrecke betrug fast 20 Kilometer, die längste Schwimmpassage führte über 1,8 Kilometer.

Als Erste im Ziel waren nach 7:39:25 Stunden Fredrik Axegård und Alex Flores. Die beiden Schweden verbesserten den bisherigen Streckenrekord bei ihrem ersten WM-Erfolg um 19 Minuten. Bei den Frauen war das Siegerduo Kristin Larsson und Annika Ericsson (Schweden) sogar 36 Minuten schneller als bei ihrer bisherigen Bestmarke. Die Titelverteidigerinnen benötigten
8:56:26 Stunden. Auch in der Mixed-Kategorie schaffte es ein Schwede auf Platz eins. Martin Flinta gewann hier gemeinsam mit der Tschechin Helena Erbenova Karaskova ebenfalls mit Streckenrekord (8:16:15 Stunden). Die Wolfsburger Hendrik Fiedler und Mirko Appel belegten als bestes deutsches Duo Platz 33.

Unter den Athleten fanden sich auch dieses Jahr ehemalige Topssportler. Eine von ihnen war die frühere dreifache Olympiamedaillengewinnerin Theresa Alshammer. Die 41 Jahre alte Schwedin startete mit ihrem Partner Petter Askergren im Mixed-Team und erreichte das Ziel nach 11 Stunden und 58 Minuten Stunden als 41. Ebenfalls das Ziel erreichten die frühere Europameisterin im Brustschwimmen Emma Igelströmsowie die ehemaligen Triathlon-Profis Petr Vabrousec aus Tschechien und Harry Wiltshire aus Großbritannien.

Auch Therese Alshammar (rechts) machte mit.

Auch Therese Alshammar (rechts) machte mit.

Foto >Jakob Edholm / ÖTILLÖ