Sarah Köhler schwimmt deutschen 1.500-Meter-Rekord

Paukenschlag am Morgen durch Sarah Köhler: Die Langstreckenschwimmerin verbesserte über 1.500 Meter Freistil ihren deutschen Rekord und zog als Dritte ins Finale ein.

| 22. Juli 2019 | AKTUELL

Deutscher Rekord im Vorlauf: Sarah Köhler ist gut in Form.

Deutscher Rekord im Vorlauf: Sarah Köhler ist gut in Form.

Foto >Jo Kleindl

Die deutschen Langstreckenschwimmer scheinen bei der WM in Gwangju für die Topergebnisse zuständig zu sein. Im Vorlauf über 1.500 Meter Freistil glänzte Sarah Köhler mit einem neuen deutschen Rekord. In 15:54,08 Minuten war die Frankfurterin fast vier Sekunden schneller als bei ihrer Bestmarke von der EM in Glasgow. Damals hatte sie in 15:57,85 Minuten hinter Simona Quadarella die Silbermedaille gewonnen. Die Italienerin war auch diesmal noch etwas schneller (15:51,59 Minuten). Die Topzeit erzielte Titelverteidigerin Katie Ledecky in 15:48,90 Minuten.

"Ich wusste, dass ich unter 16 Minuten schwimmen muss, weil die Leistungsdichte so krass geworden ist. Dass es soweit unter 16 Minuten geht, darüber bin ich mega happy", sagte Köhler nach dem Rennen. "Ich hoffe, dass es morgen noch schneller geht, wenn ich absolut an meine Grenzen gehe, oder diese überschreiten kann."

Sichtlich zufrieden ist Sarah Köhler nach dem Rennen.

Sichtlich zufrieden ist Sarah Köhler nach dem Rennen.

Foto >Jo Kleindl

"Jetzt geht es darum, wer am besten regeneriert"

Im Rennen orientierte sich Köhler zunächst an der neben ihr schwimmenden Chinesin Jianjiahe Wang, die letztes Jahr die Bestenlisten über 400 und 800 Meter gestürmt hatte. "Sie war gestern über 400 Meter schon nicht so stark wie ich sie einbeschätzt hätte", sagte Köhler. "Als ich nach 300 Metern vorbei gegangen bin, hat sich das gut angefühlt." Auch Wang erreichte in 16:00,17 Minuten gerade noch den Endlauf am Dienstagabend.

Nach ihren Medaillenambition gefragt, sagte Köhler: "Wenn man als Dritte ins Finale kommt, liebäugelt man natürlich mit einer Medaille. Man muss aber dazu sagen, dass einige von den Mädels schon unter 15:50 Minuten geschwommen sind. Jetzt geht es darum, wer am besten regeneriert und wer die meisten Körner gelassen hat. Ob jemand Ledecky schlagen, wage ich zu bezweifeln. Vermeintlich nicht mit einer Bestzeit von 15:20 Minuten. Aber man hat gestern gesehen, dass sie schlagbar ist."