Sarah Köhler knackt die 4 Minuten

Nächster Rekord für Sarah Köhler. Als erste deutsche Schwimmerin ist die Frankfurterin über 400 Meter Freistil unter vier Minuten geblieben. Bei der EM Kurzbahn reichte das zur Silbermedaille.

| 17. Dezember 2017 | AKTUELL

Mit Gold und Silber in Kopenhagen belohnt: Sarah Köhler.

Mit Gold und Silber in Kopenhagen belohnt: Sarah Köhler.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Nach 3:59,12 Minuten stoppte die Uhr für Köhler nach 400 Metern. Damit blieb sie fast zwei Sekunden unter ihrer persönlichen Bestzeit (4:01,03 min), mit der sie im August den Uralt-DDR-Rekord von Astrid Strauss (4:02,05 min) aus den Rekordlisten gelöscht hatte. Nur die Ungarin Boglarka Kapas war in 3:58,15 Minuten noch etwas schneller als die 23 Jahre alte Köhler. Bronze gewann Julia Hassler in 4:02,43 Minuten. Die Liechtensteinerin trainiert in Heidelberg zusammen mit Köhler bei Coach Michael Spikermann.

Köhler, in Kopenhagen bereits Europameisterin über 800 Meter Freistil, begann selbstbewusst und führte das Finale nach 100 Metern mit fast einer Sekunde an. Wie über die doppelte Distanz holte Kapas im Mittelteil des Rennens auf. Diesmal hatte die Ungarin auch im Finish das bessere Ende für sich.

"Auf der letzten Bahn bin ich nochmal herangekommen, doch es hat nicht mehr ganz gereicht", analysierte Köhler, die aber auch so mit dem Ergebnis happy war. "Ich kann damit gut leben. Dass ich hier mit Gold und Silber weggehe, hatte ich vor der Anreise nicht gedacht. Besser geht es nicht."