Saisonbestzeit im Freibad: Geht da noch was zur EM?

Für Brustschwimmer Marco Koch könnte die EM-Teilnahme doch noch wahr werden. In Canet-en-Roussillon schwamm der Ex-Weltmeister seine bisher beste Zeit des Jahres.

| 11. Juni 2018 | AKTUELL

Marco Koch darf weiter auf eine EM-Teilnahme hoffen.

Marco Koch darf weiter auf eine EM-Teilnahme hoffen.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Auf der ersten Station der stark besetzten Mare Nostrum Tour belegte Koch über 200 Meter Brust in 2:09,38 Minuten Rang vier hinter Anton Chupkov aus Russland (2:08,81 min) und den Japanern Ippei Watanabe (2:09,13 min) und Yasuhiro Koseki (2:09,19 min). Der Darmstädter unterbot damit seine bisherige Saisonbestzeit aus dem Januar um elf Hundertstelsekunden. Bedenkt man, dass die Athleten in Canet-en-Roussillon in einem tendenziell langsameren Freibad schwimmen, könnte Kochs Zeit ein Zeichen für einen Aufwärtstrend sein.

Der 28-Jährige hatte es bis Ende April nicht geschafft, die vom DSV geforderte Normzeit für die EM in Glasgow (2:08,20 min) zu unterbieten. Für den Saisonhöhepunkt wurde der dreimalige EM-Medaillengewinner deshalb nicht nominiert. Zuletzt machte ihm Bundestrainer Henning Lambertz allerdings Hoffnung. Lambertz sagte, dass potenzielle Medaillenkandidaten eventuell doch noch berücksichtigt werden könnten, wenn Sie bei den Deutschen Meisterschaften Ende Juli Topleistung bringen. Damit hatte der Chefcoach explizit an Marco Koch gedacht.

In Canet-en-Roussillon gelang Christian Diener aus deutscher Sicht der einzige Sieg. Der Potsdamer gewann über 200 Meter Rücken in 1:58,16 Minuten. Bei den Frauen erzielte Reva Foos das beste Resultat. Die Darmstädterin musste sich über 200 Meter Freistil in persönlicher Bestzeit von 1:58,70 Minuten lediglich der Kanadierin Taylor Ruck (1:55,68) und der Französin Charlotte Bonnet (1:56,68) geschlagen geben.

Schon am Mittwoch macht die Tour Station in Barcelona.