Russen und Briten räumen ab - Hosszu geht leer aus

Die russischen Schwimmer und die Athleten aus Großbritannien sind bisher die großen Abräumer der Schwimm-EM. Katinka Hosszu schaffte es in Glasgow noch nicht aufs Podium.

| 7. August 2018 | AKTUELL

Duncan Scott sorgte über 200 Meter Freistil für einen britischen Überraschungssieg.

Duncan Scott sorgte über 200 Meter Freistil für einen britischen Überraschungssieg.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Die dreimalige Olympiasiegerin der vergangenen Spiele, Katinka Hosszu, ist bei der Schwimm-EM offenbar nicht in Topform. Die 29-Jährige, eigentlich als Vielstarterin bekannt, macht sich in Glasgow äußerst rar. In zehn Sessions kommt Hosszu gerade mal auf sechs Einsätze, einen davon in der Staffel. Am Mittwoch kassierte die mehrfache Schwimmerin des Jahres zudem über 100 Meter Rücken eine Niederlage, als sie In 59,64 Sekunden nur Vierte wurde. In Rio hatte sie über diese Distanz Olympiagold geholt.

Katinka Hosszu ist im Wasser bisher nur selten zu sehen.

Katinka Hosszu ist im Wasser bisher nur selten zu sehen.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Immerhin gelang Hosszu über 200 Meter Lagen als Halbfinal-Zweite die Finalqualifikation. Dort wird sie es morgen mit der Britin Siobhan-Marie O'Connor zu tun bekommen, die als einzige Schwimmerin unter 2:10 Minuten bleiben konnte. Hosszu hat sich vor wenigen Wochen von Ehemann und Trainer Shane Tussup getrennt. Seitdem deuten Facebook-Posts und Medienberichte auf eine Schlammschlacht zwischen den beiden hin. Schon im ersten Halbjahr fiel Hosszu bei vielen Wettkämpfen vor allem durch ungewohnte Abwesenheit auf.

Schon 7 x Gold für Russland

Bislang glänzend läuft es bei der EM für die Schwimmer aus Russland, die schon 20 Medaillen, davon sieben in Gold, auf dem Konto haben. Kaum weniger erfolgreich sind die Briten mit 16 Medaillen, davon sechs goldenen. Am Mittwoch kamen für die Osteuropäer Siege von Yulia Efimova über 200 Meter Brust und von Anastasiia Fesikova über 100 Meter Rücken hinzu. Auch die Gastgeber hatten doppelt Grund zur Freude. Erst gewann Duncan Scott auf Bahn acht die 200 Meter Freistil. Kurz darauf siegten die Frauen mit der 4x200-Meter-Freistilstaffel. Deutschland steht im Medaillenspiegel mit jeweils zwei Gold-, Silber- und Bronzemedaillen auf Rang fünf.

Yulia Efimova gewann in Glasgow schon zweimal Gold. An ihre Dopingvergangenheit schein sich niemand mehr zu erinnern. Buhrufe wie in Rio blieben bisher aus.

Yulia Efimova gewann in Glasgow schon zweimal Gold. An ihre Dopingvergangenheit schein sich niemand mehr zu erinnern. Buhrufe wie in Rio blieben bisher aus.

Foto >Peter Jacob / spomedis