Elena Krawzow überrascht sich selbst mit drei Weltrekorden

Die Para-Schwimmerin Elena Krawzow stellte im niederländischen Eindhoven drei neue Weltrekorde auf. Verena Schott konnte sich über einen neuen Europarekord freuen.

| 17. April 2019 | AKTUELL

Elena Krawzow schwamm in Eindhoven drei Weltrekorde.

Elena Krawzow schwamm in Eindhoven drei Weltrekorde.

Foto >Ralf Kuckuck, DBS-Akademie

Rund 500 Tage vor Beginn der Paralympics in Tokio gingen die Para-Schwimmer am vergangenen Wochenende beim Swim Cup in Eindhoven an den Start. Zwei deutsche Athletinnen sorgten dabei für gleich mehrere Rekorde. Der sehbehinderten Elena Krawzow gelangen gleich drei Weltrekorde. Die 25-Jährige konnte über alle drei Brust-Strecken die alten Rekorde der Startklasse SB12 unterbieten.

"Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet und hatte eher gedacht, entspannt in die Saison zu starten. Jetzt habe ich an einem Wochenende alle Rekorde auf den Brust-Strecken geknackt und bin unfassbar happy", sagte die für das Berliner Schwimmteam startende Krawzow. Über 100 Meter und 200 Meter Brust konnte sie ihre 2016 und 2018 aufgestellten Weltrekorde erneut unterbieten. Nach ihren 2:41,54 Minuten über 200 Meter war sie auf der 100-Meter-Distanz mit einer Zeit von 1:15,02 Minuten über eine Sekunde schneller als vor zwei Jahren. Über die Sprintdistanz verbesserte die Schwimmerin den Weltrekord, der sechs Jahre lang von der Zyprerin Karolina Pelendritou gehalten wurde, um eine halbe Sekunde auf 34,67 Sekunden.

Auch die querschnittsgelähmte Verena Schott feierte einen großen Erfolg. Die 30-jährige Berlinerin knackte in der Startklasse S6 den Europarekord über 100 Meter Rücken. Sie schlug nach 1:24,10 Minuten an. Schott gelang bereits bei den Europameisterschaften 2016 der Sieg über die Strecke, die sie auch bei den Paralympics in Tokio bestreiten will.