Olympiasieger Florent Manaudou zurück im Pool

Florent Manaudou legte nach den Olympischen Spielen 2016 eine Pause vom Schwimmsport ein und widmete sich seiner zweiten großen Leidenschaft, dem Handball. Nun gab der 28-Jährige sein Comeback im Schwimmen bekannt.

| 20. März 2019 | AKTUELL

Florent Manaudou könnte seinen drei Olympiamedaillen weiteres Edelmetall hinzufügen.

Florent Manaudou könnte seinen drei Olympiamedaillen weiteres Edelmetall hinzufügen.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro kündigte Manaudou eine Pause vom Schwimmsport an und wollte sich als Profi-Handballer beweisen. Er trainierte mit der Reservemannschaft des Erstligisten Aix-en-Provence. Doch dort gelang ihm der große Durchbruch nicht, den er zuvor im Schwimmen geschafft hatte. Wie der ehemalige Topsprinter der "L’Équpie" berichtete, sei die Entscheidung, wieder ins Schwimmgeschehen einzugreifen, über die Zeit gewachsen. Er habe gemerkt, dass ihm das Schwimmen seit einiger Zeit immer mehr fehle. Von nun an wolle der Olympiasieger wieder regelmäßig mit seinem Coach James Gibson im türkischen Antalya trainieren.

Ziel Tokio 2020

Als Ziel nannte Manaudou die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio. Dass er trotz seines Handball-Ausflugs immer noch auf Weltklasseniveau schwimmen kann, bewies er bei einem Charity-Wettkampf im November vergangenen Jahres. Dort schlug er über 50 Meter Freistil auf der Kurzbahn nach 20,62 Sekunden an. Der Weltrekord, den er selbst bei der WM Kurzbahn 2014 in Doha aufgestellte, liegt bei 20,26 Sekunden.

Manaudou zählt zu den schnellsten Schwimmern der Welt. 2012 gewann er als erster Franzose bei den Olympischen Spielen in London die Goldmedaille über die 50 Meter Freistil. Zwei Jahre später krönte er sich bei den Europameisterschaften in Berlin mit vier Titeln über 50 Meter und 100 Meter Freistil, 50 Meter Schmetterling und mit der 4x100-Meter-Freistilstaffel zum erfolgreichsten Teilnehmer. Bei den Olympischen Spielen in Rio gewann er zwei Silbermedaillen.